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Zwei Tote wegen mutiertem Schweinegrippe-Virus
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In Frankreich sind bis jetzt 76 Menschen an der Schweinegrippe gestorben. Zwei Todesfälle sorgen nun für besonderes Aufsehen, weil offensichtlich mutierte H1N1-Viren eine Rolle spielten. Die Mutation soll ähnlich derjenigen sei, die vor Wochenfrist in Norwegen entdeckt worden war. Die Veränderung des Virus könne dazu führen, dass er «in die Tiefen der Atemwege und ins Lungengewebe gelangen könne», erklärte das französische Gesundheitsinstitut. Die beiden verstorbenen Patienten hatten keine Beziehung zueinander, und sie waren auch in verschiedenen Städten hospitalisiert, wie die französische Zeitung «Le Monde» berichtete.
Die Wirksamkeit von Impfstoffen werde dadurch nicht infrage gestellt, teilte die Gesundheitsbehörde in Paris mit. Die Auswirkung der Mutation auf den Krankheitsverlauf und die Ansteckungsgefahr müsse noch untersucht werden. Die gleiche Mutation war zuvor in der Ukraine und mehreren lateinamerikanischen Ländern aufgetreten. Nach Erkenntnissen der Mediziner trägt sie möglicherweise dazu bei, dass das veränderte Virus tiefer in die Atemwege gelangt.
Weltweit im Vormarsch
Die Zahl der Schweinegrippe-Toten ist weltweit stark angestiegen. Innert einer Woche starben 1056 erkrankte Menschen, wie die Weltgesundheitsorganisation (WHO) am Freitag mitteilte. Das ist der stärkste Anstieg seit Beginn der Pandemie. Seit April sind insgesamt 7826 Menschen gestorben, die mit dem A(H1N1)-Virus infiziert waren. Die meisten Todesopfer - 5360 - wurden auf dem amerikanischen Kontinent gezählt. In Europa stieg die Totenzahl innert einer Woche von 350 auf mindestens 650. Überall in Europa sei die Grippe auf dem Vormarsch, teilte die WHO mit. Besonders rasch verbreite sich das Virus zurzeit in Schweden, Norwegen, Moldawien und Italien. (vin)
Erstellt: 27.11.2009, 18:59 Uhr







