«Aphrodisierende» Düfte machen niemanden scharf

Sie sollen anlocken und kosten viel Geld: Doch offenbar halten aphrodisierende Parfüms nicht das, was sie versprechen.

Wer mit dem Duft beim anderen Geschlecht punkten möchte, sollte nicht auf das Versprechen hereinfallen, dass das Parfum eine aphrodisierende Wirkung habe. (Symbolbild)

Wer mit dem Duft beim anderen Geschlecht punkten möchte, sollte nicht auf das Versprechen hereinfallen, dass das Parfum eine aphrodisierende Wirkung habe. (Symbolbild) Bild: Meissner Martin/Keystone

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Aphrodisierende Duftwässerchen machen offenbar doch nicht schwach: Einer am Mittwoch in der Fachzeitschrift «Royal Society Open Science» veröffentlichten Studie zufolge haben mit Pheromonen angereicherte Parfüms keine lockende Wirkung auf mögliche Sexualpartner. Es geht dabei um die Stoffe Estratetraenol (EST) und Androstadienon (AND), zwei Komponenten oft teurer Parfüms, die damit werben, bei Frauen beziehungsweise Männern die Anziehungskraft auf das andere Geschlecht zu erhöhen.

Als Pheromone werden Botenstoffe bezeichnet, die der Informationsübertragung zwischen artgleichen Individuen dienen. Die Forscher an der Universität von West-Australien testeten EST und AND an 94 heterosexuellen Frauen und Männern. In einem ersten Versuchsschritt wurden die Probanden gebeten, aus männlichen und weiblichen Computerfotos zusammengesetzte geschlechtsneutrale Gesichter einem Geschlecht zuzuordnen.

In einem zweiten Versuch mussten die Teilnehmer Gesichter nach Attraktivität ordnen und angeben, ob sie der jeweiligen Person einen Seitensprung zutrauten. Der Einsatz der Stoffe EST und AND habe in beiden Versuchen keine Auswirkungen auf die Entscheidungen gehabt, schrieben die Wissenschaftler. Aus älteren Studien, darunter aus Parfüm-Laboren, sind gegenteilige Ergebnissen bekannt. Es gebe jedoch keinen wissenschaftlichen Beleg dafür, dass EST ein weiblicher und AND ein männlicher Lockstoff sei, heisst es in der neuen Studie. (fee/sep)

Erstellt: 08.03.2017, 21:21 Uhr

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