Wissen
Alternative Nobelpreise an Klimaschützer
Klimagipfel Kopenhagen
Suzuki leitet seit 1979 das in Kanada populäre Wissenschaftsmagazin «The Nature of Things» (»Die Natur der Dinge»). Er erhielt den «Ehrenpreis» der nicht dotiert ist, für seine jahrzehntelange Aufklärungsarbeit zu Klima- und anderen Umweltproblemen. Der Kongolese Ngongo wurde für seinen Einsatz zur Bewahrung des Regenwaldes in seiner Heimat ausgezeichnet.
Suzuki sagte vor der Zeremonie in Schwedens Reichstag, er hoffe auf ein Scheitern der am Montag beginnenden Uno-Klimakonferenz in Kopenhagen. Als Grund nannte er die «viel zu niedrigen» Verpflichtungen der Industrieländer auf weniger CO2-Emissionen. «Es ist besser, wenn in Kopenhagen nichts herauskommt, dann kann man vor der nächsten Konferenz 2010 in Mexiko-Stadt von vorn anfangen», meinte der Preisträger aus Kanada.
Dotierung unter drei Preisträgern geteilt
Insgesamt wurden vier Alternative Nobelpreise vergeben. Ngongo erhielt für sein Regenwald-Engagement ein Drittel der Gesamtdotierung von 150'000 Euro. Ein weiteres Drittel ging an den Neuseeländer Alyn Ware für seinen Einsatz für eine Welt ohne Atomwaffen.
Ausgezeichnet wurde auch die 1924 in Australien geborene Ärztin Catherine Hamlin, die in der äthiopischen Hauptstadt Addis Abeba seit 50 Jahren Frauen gegen Geburtsfisteln behandelt. Diese typische Armutskrankheit kann zum Verlust des Babys, bei der Mutter zu schwerer Inkontinenz und sogar dem Tod führen.
Die Alternativen Nobelpreise wurden 1980 vom deutsch-schwedischen Publizisten Jakob von Uekxüll unter dem offiziellen Namen «Right Livelihood Awards» gestiftet. Mit ihnen werden Leistungen bei der Durchsetzung der Menschenrechte, der Verminderung sozialer Ungleichheit, friedlichen Konfliktlösungen und beim Umweltschutz geehrt. (raa/sda)
Erstellt: 04.12.2009, 20:32 Uhr









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