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Das Erdbeben in Chile hat die Erdachse verschoben
Aktualisiert am 02.03.2010 32 Kommentare
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Durch das Beben der Stärke 8,8 verschob sich die Achse um acht Zentimeter. Diesen Wert habe der Wissenschafter Richard Gross berechnet, teilt die Nasa mit.
Der Heimatplanet habe nun eine etwas schiefere Position, melden die Forscher. Das Beben hat der Erde demnach zudem einen Drall verpasst - sie dreht sich jetzt etwas schneller. Die Einbusse ist zwar zu gering, um sie erleben zu können - aber berechnen liess sie sich.
Sollten sich die Erkenntnisse bestätigen, würde das bedeuten, dass die Tage künftig um 1,26 Mikrosekunden kürzer sind. Eine Mikrosekunde entspricht dem millionsten Teil einer Sekunde.
Die Erde dreht sich in 24 Stunden einmal um ihre eigene Achse. Verändert sich deren Lage, verändert sich auch die Art der Rotation und entsprechend die Dauer der Tage.
Durch das Erdbeben der Stärke 9,1 im Dezember 2004 im Indischen Ozean hatte sich nach Angaben der Nasa die Erdachse um rund sieben Zentimeter verschoben. Dadurch seien die Tage um 6,8 Mikrosekunden kürzer geworden.
Vulkane könnten erwachen
Durch das Beben vom Samstag könnten in Chile aber auch Vulkane erwachen, wie «Spiegel online» schreibt. Denn was den meisten Experten lange abwegig erschien, haben deutsche Forscher unlängst bewiesen: Erdbeben können Vulkane explodieren lassen. Nach besonders starken Beben in Kamtschatka im Jahr 1952, in Chile 1960, in Alaska 1964 und in Indonesien 2004 hatte es in der Umgebung deutlich mehr Eruptionen als sonst. Die Aktivität der Vulkane hielt jahrelang an.
Das war kein Zufall, haben Thomas Walter vom Geoforschungszentrum Potsdam und Falk Amelung von der Universität Miami belegt. Nach einem Beben weite sich das Gestein unter den Vulkanen, es werde durchlässiger für Magma und Gase. (bru/sda/)
Erstellt: 02.03.2010, 22:12 Uhr
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32 Kommentare
@oliver keller: das könnte schon Auswirkungen haben ;-) Aber Spass beiseite: mich beunruhigen die Häufung von Naturkatastrophen der letzten Tage/Wochen/Monate und immer noch Zanken sich Pseudo-Wissenschaftler gegen Wissenschaftler und Mutter Erde wehrt sich immer heftiger. Ich möchte endlich Taten sehen statt ständig nur Debatten zum Thema. Geht es Ihnen nicht ebenso? Antworten
An Herr Huber Die Kruste ist durchschittlich etwa 40km unter den Kontinenten, bedeutend weniger unter Ozeanen. 500*10^6*10^3m*10^3m*40000m*2.7t/m^3 = 5*10^19t !!!! Bei einem Magnitude 8.8 Beben werden etwa 10^17 Joule an Energie frei. Dies reicht ohne Reibung(!) um die gesamte Kruste um lediglich 0.2mm zu verschieben. Was so jedoch sowieso nie vorkommt und auch niemand behauptet hat. Antworten
Leserkommentare - herrlich, wie Volkshochschule! Immerhin hat noch keiner, wie bis zum Erdbeben von Lissabonn zuvor bei solchen Ereignissen postuliert, dies Beben sei die Strafe Gottes. Ja, die Aufklärung, um mit Max Frisch zu sprechen, hat weitgehend versagt.............diesmals wegen den Besserwissern auch populär- naturwissenschaftlich. Haiti hat es besser, die kriegen mehr Geld! Antworten
T. Huber: nicht die Kruste, sondern die Achse. Aber dennoch, auch ich halte das fuer voellig uebertrieben, vielleicht ein geschoenter Messfehler, die "Schweinegrippe der NASA" sozusagen. Mutter Erde hat schon viele Jahrmilliarden auf dem Buckel und da soll nun ein einziges Erdbeben solche Auswirkungen haben? Antworten
Die Erde hat eine Oberfäche von etwa 500 Mio km². Bei einer angenommenen Dicke der Erdkruste von etwa 80 km und einer mittlere Dichte der Kruste von 2.7 t/m³ dergibt das eine Masse von mehr als 110 Mrd Tonnen, welche die Erdkruste in etwa wiegt. Jetzt soll ein lokales Erdbeben an einer Subduktionszone die gesamte Kruste der Erde um ca. 8 cm verschoben haben? Für mich nicht nachvollziehbar. Antworten
im dezember 2004 um sieben zentimeter verschoben und jetzt nochmals um acht zentimeter, das macht schon 15 zentimer ! huch wenn das so weiter geht rutschen wir alle ab. Ich werde der uno einen antrag stellen, dass alle von staatswegen einen sicherheitsgurt bekommen. Antworten
Hier sind ja wieder ausgewiesene Spezialisten am Werke. Darf ich darauf hinweisen, dass sich ein Verschieben der Erdachse bei jedem größeren Beben und Vulkanausbruch ereignet und erdgeschichtlich genauso sensationell ist wie das tägliche Erscheinen des Tagesanzeigers. Also keine Panik, nur weil hier Selbstverständlichkeiten thematisiert werden. Antworten
Man sollte es einfach akzeptieren: Wir rasen auf einer winzigen Kugel durch den ziemlich grossen Weltraum, leben auf einer instabilen Kruste, nicht weit unter unseren Füssen ist flüssiges Gestein. Toll, hat sich da Leben entwickelt! Blöd nur, das diese Evolution eine so unfassbar dumme Spezies Mensch geschaffen hat... Diese dürfte immer noch die grösste Bedrohung dieses Planeten sein. Schade. Antworten
Fällt nur mir auf, dass sich die Naturkatastrophen in den letzten Jahren kumulieren und immer heftigere Ausmasse annehmen? Dürfen diese Katastrophen näher betrachtet und in einen anderen Kontext gesetzt werden? Sollten wir nicht endlich damit beginnen, die Mutter Erde mit mehr Respekt zu behandeln und bei jedem Bäumefällen zweimal hinterfragen, ob es notwendig ist. Die Ureinwohner zelebrieren es.. Antworten
Natürlich, Herr Schwarz, habe Frühling mit Sommer verwechselt. Nun gut, wir müssen die aktuelle Verschiebung akzeptieren, ein Aufschei bringt uns nicht weiter. Solange die Erde nicht völlig aus der Bahn geworfen wird, würde ich meinen, alles ist o.k. Rein von der Schwerkraft merke ich absolut keinen Unterschied. Ich laufe immer noch ziemlich geradeaus, gottseidank. Antworten
Dan hat sich die Erdachse also innert 4 Jahren um 15.8cm verschoben. Wenn man jetzt alle Verschiebungen zusammenzählt die in der Vergangenheit durch starke Beben aufgetreten sind, um wieviel hat sich dann die Erdachse verschoben? Ein Vulkanausbruch löste 1809 einen Klimaschock aus. Was wenn das jetzt auch wieder passiert! Antworten
@markus Stadler, im Gegenteil, die Erde dreht sich immer langsamer, die Tage werden länger. Dies hört erst auf, wenn die Erde dem Mond immer die gleiche Seite zukehrt, wie er es uns gegenüber tut. Andererseits stabilisiert der Mond jedoch gleichzeitig die Neigung der Erdachse gegenüber der Sonne, was sich in den Jahreszeiten zeigt.. Antworten
Wenn die Erde nun eine etwas schiefere Bahn hat und schneller dreht, dann ist ja alles im grünen Bereich. Alle Planeten kriegen mit dem Alter eine schiefere Bahn und die Rotationsgeschwindigkeit nimmt zu. Durch die spätere Vergasung werden sie auch noch grösser. Bis es so weit ist, haben wir noch Zeit uns weiterzuentwickeln, weg vom Haben, Haben, Gier u. Boni zum jeder Mensch ist gleich viel wert. Antworten
@Nik Schurter: Nein, das zentriert sich nicht wieder; zumindest nicht 'automatisch'. Die Achse des Planten Uranus, z.B. ist schon seit sehr langer Zeit um fast 90 Grad gegnüber der Horizontalen geschwenkt; das heisst, sie weisst in die gleiche Richtung wie seine Sonnenumlaufbahn. Nur ein gröberer Meteoriteneinschlag könnte die Erdachse wieder 'aufrichten' (oder ganz aus dem Ruder bringen). Antworten
Wenn wir's schon so genau nehmen: Die Erde dreht sich eben NICHT in 24 Stunden um die eigene Achse, sondern benötigt dafür knapp 4 Minuten weniger. Da die Erde sich gleichzeitig um die Sonne dreht, muss sie sich pro Kalendertag etwas mehr als 360 Grad drehen. Antworten
Ja, die Erdachse hat sich innert 4 Jahren 2 mal verschoben, etwa 2 mal in die gleiche Richtung?, so dass die Werte addiert werden können? Sie dreht sich dadurch langsamer aber noch genug schnell um in ihrer Bahn zu bleiben. Was ist aber mit dem Sonnenlicht?, der Einfallswinkel wird nun auch anderst sein,wird nun auf der nödlichen Hemisphäre WInter länger oder kommt der Sommer schneller? Antworten




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michael olsen
alle reden jetzt wieder von "katastrophe". ich frage, von welcher? erdbeben, tzunamis, wirbelstürme, vulkanausbrüche etc. sind nichts anderes als völlig normale naturereignisse, natürlich für die leidtragenden oft mit schweren folgen. die einzige katastrophe auf diesem planeten ist der mensch selber: sein umgang mit sich selbst, sein verhalten und seine ignoranz gegenüber der lebensgrundlage erde. Antworten