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Der Duft der grossen weiten Welt wird heftiger

Aktualisiert am 10.02.2010

Gemäss einer neuen Studie wird die Klimaveränderung dazu führen, dass Pflanzen mehr Duftstoffe aussondern. Eine Hiobsbotschaft für die Bienen.

Wegen Klimaveränderung strenger im Geruch: Raffelsia Arnoldi.

Wegen Klimaveränderung strenger im Geruch: Raffelsia Arnoldi.

Die zu erwartende Zunahme von CO2 wird gemäss der Studie nicht nur zu einer globalen Erwärmung und Veränderung der Niederschlagsmenge führen, sondern auch Folgen für das Pflanzenleben haben. Konkret werden Pflanzen mehr sogenannte flüchtige organische Verbindungen aussondern.

Prozess bereits im Gang

Laut den Wissenschaftern aus Barcelona habe der Prozess bereits begonnen, da gewisse Pflanzen schon heute mehr duftende Chemikalien ausscheiden. Gemäss Professor Josep Penuelas von der Abteilung für Globale Ökologie an der Autonomen Unversität von Barcelona ist die Zunahme exponentiell. In den letzten 30 Jahren hätten die Duftstoffe um 10 Prozent zugenommen und könnten bei einer prognostizierten Temperaturzunahme von zwei bis drei Grad in den nächsten Jahrzehnten um weitere 30 bis 40 Prozent zunehmen.

Die Rolle der Duftstoffe noch wenig erforscht

Bisher wird vermutet, dass Pflanzen solche Duftstoffe einsetzen, um untereinander zu kommunizieren, etwa um Gefahr zu signalisieren. Sondern Pflanzen ständig eine hohe Menge an flüchtigen organischen Verbindungen aus, könnte dieser Stresszustand dazu führen, dass andere Düfte überlagert werden, beispielsweise jene, die Bienen anlocken oder Schädlinge abschrecken sollen. (mt)

Erstellt: 10.02.2010, 16:55 Uhr

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