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Der Feuerring des Jahrtausends
Der Neumond wirft heute seinen Schatten auf die Erde – und dabei wird ein besonderes Phänomen sichtbar: eine ringförmige Sonnenfinsternis. Die Zone der Finsternis beginnt in Ostafrika, verläuft weiter über den Indischen Ozean, knapp an den Seychellen vorbei, trifft etwa am Mittag die Atolle der Malediven, verläuft eine halbe Stunde später über die Südspitze Indiens und den Norden der Insel Sri Lanka. Danach erreicht die Finsternis die Küste von Burma und verlässt die Erdoberfläche in den Abendstunden über China. Sie dauert 11 Minuten und 11 Sekunden. In diesem Jahrtausend wird es keine längere ringförmige Sonnenfinsternis mehr geben.
Mond scheint kleiner
Für dieses Ereignis braucht es eine besondere Konstellation: Der Neumond befindet sich praktisch in Erdferne, die Erde am sonnennächsten. Bei einer Sonnenfinsternis stehen Sonne, Mond und Erde in einer Linie, und der Neumond wirft seinen Schatten auf die Erdkugel. Da sich der Mond auf einer Ellipsenbahn um die Erde bewegt, schwankt die Entfernung Erde–Mond im Laufe eines Monats etwas. Befindet er sich in Erdnähe, ist er scheinbar ein wenig grösser als die Sonne und vermag diese vollständig zu verfinstern. Befindet sich der Mond jedoch in Erdferne wie am Freitag, erscheint er ein wenig kleiner als die Sonnenscheibe und kann somit bei einer Finsternis die Sonne nicht vollständig bedecken. Auch im Moment der maximalen Verfinsterung bleibt dann ein schmaler heller Sonnenring um die Mondscheibe herum bestehen.
Auf den Malediven ist die ringförmige Sonnenfinsternis mit einer Dauer von 10 Minuten und 45 Sekunden fast in maximaler Länge sichtbar. Zudem sind die Wetterbedingungen zu dieser Jahreszeit ziemlich gut. (Tages-Anzeiger)
Erstellt: 14.01.2010, 17:15 Uhr







