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Der Schweiz stehen mehr und heftigere Winterstürme bevor
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Dies zeigt eine langjährige Windmessreihe aus der Region Zürich. Die Häufung der Stürme könnte laut den Forschern bereits eine Folge des laufenden Klimawandels sein. Mit der Entwicklung der Winterstürme, ihren Folgen und Ursachen befassten sich die Wissenschafter der Eidgenössischen Forschungsanstalt für Wald, Schnee und Landschaft (WSL), des Bundesamtes für Umwelt (Bafu) sowie der Universitäten von Bern, Neuenburg und Genf.
Die im «International Journal of Climatology» veröffentlichte Analyse der Windmessreihe für den Kanton Zürich zeigt, dass die Winterstürme in den letzten Jahrzehnten deutlich zugenommen haben, dass starke Böen immer häufiger auftreten und die Schadholzmengen überproportional steigen.
Doppelt so viele Stürme
So gab es zwischen 1958 und 2007 in der Schweiz 25 starke Winterstürme mit Schadholzmengen von jeweils mehr als 70'000 Kubikmetern. In diesem Zeitraum wurden damit doppelt so viele schwere Winterstürme registriert wie in den 50 Jahren zuvor, wie die die Wissenschafter in der Zeitschrift «Agricultural and Forest Meteorology» darlegten.
Es ergab sich für den gleichen Zeitraum zudem 22 Mal mehr Schadholz als hundert Jahre zuvor. Die Forscher erinnern dabei auch an die Orkane «Lothar» von 1999 und «Vivian» von 1990, welche ungefähr das Vierfache der jährlich in der Schweiz genutzten Holzmenge warfen oder brachen.
Mehr Schaden weil mehr Wald
Einer der Gründe für die stark zunehmenden Schäden liegt laut den Forschern im gestiegenen Holzvorrat: So nahm die Waldfläche der Schweiz seit 1860 um über 60 Prozent zu, gleichzeitig steht heute fast drei Mal mehr Holz auf einem Hektar Wald als vor 150 Jahren.
Trotzdem seien die Schadholzmengen im Vergleich zur Entwicklung der Waldfläche, der mittleren Baumhöhen und der Holzvorräte überproportional gestiegen. Die Sturmschäden im Wald konzentrierten sich zudem in 23 von 25 Fällen auf das Schweizer Mittelland und die nördlichen Voralpengebiete. «Vivian» war einer der seltenen Stürme, die vor allem in den Alpen wüteten.
Klimawandel als weiterer Grund
Die Zunahme der Schadholzmenge könnte laut den Forschern zum Teil auch Folge des laufenden Klimawandels sein. Denn im untersuchten Zeitraum habe die mittlere Wintertemperatur um zwei Grad zugenommen und im Winter fielen heute deutlich mehr Niederschläge als vor 150 Jahren.
Die meisten Sturmschäden ereigneten sich zugleich bei ungefrorenen Böden, womit die Bäume im nassen Untergrund schneller umkippten. Die Zunahme der Winterstürme wird laut den Forschern in weiten Teilen Europas beobachtet. Weitere überregionale Studien seien deshalb notwendig. (tan/ap)
Erstellt: 11.12.2009, 13:35 Uhr







