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Düstere Fakten zum Klimawandel

Aktualisiert am 10.11.2011 202 Kommentare

Der neueste Bericht der Internationalen Energieagentur ist besorgniserregend. Das Klima könnte sich noch viel stärker erwärmen als bisher erwartet.

1/8 Zunahme der Energie-Nachfrage
Im «New Policies Scenario», welches die Absichten und Versprechen der Politiker berücksichtigt, steigt die globale Energie-Nachfrage um eine Drittel zwischen 2010 und 2035. China und Indien machen 50 Prozent des Wachstums aus.
Bild: WEO

   

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Schlechte Klimaprognosen

Schlechte Klimaprognosen
Der neuste Bericht der IAE prognostiziert ein düsteres Bild. Der Klimawandel könnte weit drastischere Ausmasse annehmen als bisher erwartet.

Dunkle Wolken über Jakarta: Extreme Wettersituationen nehmen mit dem Klimawandel zu. (Bild: AFP )

Fatih Birol ist ein türkischer Wirtschaftswissenschaftler und derzeit Chefökonom der Internationalen Energieagentur. (Bild: AFP )

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Laut dem neusten Bericht der Internationalen Energieagentur (IEA) könne die international vereinbarte Obergrenze für die Erderwärmung von zwei Grad Celsius nicht eingehalten werden, wenn sich die derzeitige Entwicklung fortsetze.

In dem Bericht wird beim jetzigen Stand der Zusagen von einer Erwärmung um 3,5 Grad ausgegangen. Wird gegen die Zusagen verstossen, könnte sich die Erdatmosphäre um sechs Grad im Vergleich zur vorindustriellen Zeit aufheizen.

Fukushima verschärfte die Situation

In einem Artikel zum Bericht der IEA schreibt der «Guardian», dass die bereits existierende Infrastruktur, die ineffizient gebauten Gebäude und Transportsysteme, die ganzen Kohle- und Gaskraftwerke und Fabriken, das Hauptproblem darstellten.

Zudem wird entgegen der Hoffungen von Energieromantikern die Abkehr von Atomenergie wahrscheinlich in einem Anstieg der Emissionen resultieren. Die Ereignisse in Fukushima hätten die Situation noch verschärft, sagte Fatih Birol, Chefökonom der IEA, gegenüber dem «Guardian».

Die Energieeffizienz habe sich das zweite Jahr in Folge verschlechtert, erklärte Birol. Die IEA hat davor gewarnt, dass der Klimawandel ohne rasches Handeln unumkehrbar sein wird.

China gefordert

Birol forderte die Regierungen heute auf, dem gegenwärtigen Trend entgegenzuwirken. Hierfür müssten die Staaten Subventionen für fossile Brennstoffe abschaffen und die Energieeffizienz massgeblich vorantreiben.

Das ginge auch die Schwellenländer an: China müsste im Kampf gegen den Klimawandel eine viel grössere Rolle einnehmen, sagte Birol gegenüber dem «Guardian». Das Land argumentierte jahrelang, dass die Pro-Kopf-Emissionen Chinas niedriger seine als jene der Industrieländer und es deshalb im Klimaschutz nicht ganz so stark mitziehen müsse. Doch die IEA-Analyse ergibt, dass innerhalb der nächsten vier Jahre, die Pro-Kopf-Emissionen Chinas jene der EU übersteigen wird.

Birol äusserte sich skeptisch über den Willen der Regierungen, die notwendigen Opfer zu erbringen, um die Zusagen einzuhalten. Es fehle nicht an der nötigen Technologie, wohl aber an dem politischen Willen, erklärte er. (kle/dapd)

Erstellt: 09.11.2011, 23:48 Uhr

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202 Kommentare

Hanspeter Kruesi

10.11.2011, 07:39 Uhr
Melden 57 Empfehlung

Ich denke jeder einigermassen vernüftige und intelligente Mensch dürfte inzwischen gemerkt haben dass das Klima sich verändert hat, die Gründe dafür wurden ausreichend bewiesen. Daher staune ich immer wieder dass es immer noch Leute gibt, die frei nach dem * Titanic - Syndrom " glauben, dass das Schiff unsinkbar ist und die Tatsachen ignorieren wie man auch in einigen Kommentaren wieder sieht. Antworten


Roger Muenger-Jaensch

10.11.2011, 06:54 Uhr
Melden 44 Empfehlung

Die egoistischen kurzfristig denkenden Politiker und Unternehmer, abzockende Hedgefonts und Derivate, gewinnmaximierende Finanzwirtschaft und vor allem die unglaubliche weltweite Ingoranz zu Forschern, Klima- und Ernährungsfachleuten ist der eine Teil. Der ander Teil sind wir als Konsumenten. Schritt 1: weg vom Schnäppchen-Nochbilliger-Denken und bewusster kaufen+leben. Das Klimabuffet ist leer. Antworten



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