Fünf Tipps, wie jeder das Klima schützen kann

Aktualisiert am 09.12.2009

Die Welt blickt nach Kopenhagen, wo am Montag der Klimagipfel beginnt. Unabhängig vom Ergebnis des Gipfeltreffens der Mächtigen kann im Alltag einiges für den Klimaschutz getan werden.

Unterschiedliche Spareffekte: Eine Werbeinstallation mit einer herkömmlichen Glühbirne, einer Halogenbirne und einer Energiesparlampe.

Unterschiedliche Spareffekte: Eine Werbeinstallation mit einer herkömmlichen Glühbirne, einer Halogenbirne und einer Energiesparlampe.
Bild: Keystone

Jeder Einzelne kann einen Beitrag zum Klimaschutz leisten, dabei steht die Reduzierung des Ausstosses von CO2 im Vordergrund. Laut Klimaschützern sollte man sich bemühen, nicht mehr als zwei Tonnen Kohlendioxid pro Jahr zu produzieren. Der persönliche Verbrauch lässt sich mit CO2-Rechnern bestimmen, einer ist auf der Greenpeace-Homepage zu finden. Die Umweltschutzorganisation nennt mehrere Punkte, deren Beachtung zum Klimaschutz beitragen:

Stromsparen zu Hause

Mit dem Kauf der sparsamsten Geräte, dem Vermeiden von Stand-by-Verlusten und dem Einsatz von Energiesparlampen lassen sich grosse Mengen Strom sparen. Zudem rät Greenpeace, Ladegeräte und Netzteile auszustöpseln, wenn sie nicht gebraucht werden. Generell sollte man Akkugeräte möglichst vermeiden, da sie mehr Strom verbrauchen als Netzgeräte. Auch der Wechsel zu einem unabhängigen Ökostrom-Anbieter, der erneuerbare Energien fördert, senkt die persönliche CO2-Bilanz.

Energiesparen im Haushalt

Auch im sonstigen Haushalt gibt es zahlreiche Einsparmöglichkeiten: Das Kochen mit Deckel auf dem Topf oder mit Schnellkochtöpfen, der Verzicht auf das Vorheizen des Backofens und die Nutzung von Nachwärme. Zudem rät Greenpeace zum Wäschewaschen bei niedrigen Temperaturen und mit voller Maschine sowie zum Verzicht auf einen Wäschetrockner.

Richtig Heizen

Für ein gesundes Raumklima reichen laut Greenpeace 18 bis 20 Grad, Schlafzimmer, Flur und wenig benutzte Räume können kälter sein. Generell sollte man nur Heizen, wenn man auch zu Hause ist; programmierbare Thermostate helfen dabei. Moderne Heizungsanlagen und Wärmedämmung sowie richtiges Lüften (Stosslüften) senken zudem die Heizkosten und damit auch den CO2-Verbrauch. In Passivhäusern reichen Sonnenlicht und Körperwärme aus, um einen Grossteil der nötigen Wärme zu gewinnen.

Verkehr

Auf Flüge sollte man nach Möglichkeit verzichten, die Bahn kann auf Kurzstrecken eine Alternative sein. Selbst eine lange Fernreise ist für das Klima besser als mehrere kurze. Auch ansonsten empfehlen sich öffentliche Verkehrsmittel, Radfahrer und Fussgänger stossen gar kein CO2 aus. Beim Autokauf sollte man vor allem auf den Verbrauch achten.

Ernährung

Allein die Viehzucht verursacht 18 Prozent der Treibhausgase; wer weniger Fleisch ist, schont deshalb das Klima. Das gilt auch für den Verbraucher von Biolebensmitteln, denn sie wachsen ohne Kunstdünger und Pestizide, zudem sind hier keine Übersee-Transporte von Futtermitteln nötig. Auch der Kauf von Produkten aus der Region vermeidet lange Transporte.

(vin/ap)

Erstellt: 09.12.2009, 10:46 Uhr

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