Wissen

Hawking: Gott hat das Universum nicht erschaffen

In seinem neuen Buch verliert der englische Astrophysiker Stephen Hawking den Glauben an Gott. Die Aussagen stehen im Gegensatz zu seinen früheren Ansichten.

Überrascht mit seinen neuen Aussagen: Der Astrophysiker Stephen Hawking.

Überrascht mit seinen neuen Aussagen: Der Astrophysiker Stephen Hawking.
Bild: Keystone

Regt schon vor seiner Veröffentlichung zu Diskussionen an: Stephen Hawkings neues Werk «The Grand Design». (Bild: Keystone )

Artikel zum Thema

Gott hat nach Auffassung des britischen Astrophysikers Stephen Hawking keinen Platz mehr in Theorien zur Entstehung unseres Universums. «Braucht das Weltall einen Schöpfer? Nein», schreibt der weltbekannte Wissenschaftler in seinem neuen Buch «The Grand Design», aus dem die britische Zeitung «Times» am Donnerstag in Auszügen berichtete. Der Urknall sei lediglich eine Folge des Gesetzes der Schwerkraft gewesen.

«Weil es ein Gesetz wie das der Schwerkraft gibt, kann sich das Universum selbst aus dem Nichts erschaffen», schreibt der seit Jahrzehnten an einen Rollstuhl gefesselte Forscher. «Spontane Entstehungsprozesse sind der Grund dafür, dass es mehr als Nichts gibt, warum das Universum und warum wir existieren», argumentiert Hawking. Es sei nicht nötig, Gott darum zu bitten, «das Zündpapier anzustecken und das Universum in Gang zu bringen».

Gott als Teil der Entstehungsgeschichte

In seinem in viele Sprachen übersetzten Bestseller «Eine kurze Geschichte der Zeit» hatte Hawking 1988 noch in Erwägung gezogen, dass Gott nicht notwendigerweise unvereinbar mit dem wissenschaftlichen Verständnis vom Ursprung des Universums sein müsse. In seinem jüngsten Werk, das am 9. September erscheinen soll, begründet der Astrophysiker seine Auffassung nun unter anderem mit der Entdeckung von Planeten ausserhalb unseres Sonnensystems.

Dies lasse das Zusammenfallen unserer planetaren Bedingungen - eine einzelne Sonne und die «glückliche Kombination» aus dem Abstand zwischen Erde und Sonne und der solaren Masse - weit weniger aussergewöhnlich erscheinen, schreibt Hawking. Dass die Erde nur erschaffen worden sei, «um die Menschen zu erfreuen» werde dadurch weit weniger zwingend.

Hawkings Krankheit

Hawking, der zahlreiche preisgekrönte Arbeiten zur Weltraumforschung veröffentlicht hat, leidet seit Jahrzehnten an Amyotropher Lateralsklerose (ALS), einer Nervenkrankheit, bei der die Muskeln nach und nach absterben. Der Wissenschaftler, der bis 2009 den renommierten Lehrstuhl für Mathematik an der britischen Universität Cambridge innehatte, sitzt im Rollstuhl und kann sich nur mit Hilfe eines Sprachcomputers verständigen.

Anfang August hatte Hawking argumentiert, dass der Mensch innerhalb der kommenden 200 Jahre den Weltraum besiedeln müsse, da das Wachstum der Weltbevölkerung und die begrenzten Ressourcen der Erde immer mehr zu einer Bedrohung für den Menschen würden. Im April hatte er allerdings in einer Fernsehserie davor gewarnt, dass der Mensch im All auf eine möglicherweise feindliche, technisch überlegene Zivilisation treffen könnte. (mrs/sda/)

Erstellt: 03.09.2010, 09:09 Uhr

WRITE A COMMENT







 Ausland



Verbleibende Anzahl Zeichen:

Mit dem Absenden des Kommentars erklärt sich der Leser mit nachfolgenden Bedingungen einverstanden: Die Redaktion behält sich vor, Kommentare nicht zu publizieren. Dies gilt insbesondere für ehrverletzende, rassistische, unsachliche, themenfremde Kommentare oder solche in Mundart oder Fremdsprachen. Kommentare mit Fantasienamen oder mit ganz offensichtlich falschen Namen werden ebenfalls nicht veröffentlicht. Über die Entscheide der Redaktion wird keine Korrespondenz geführt. Telefonische Auskünfte werden keine erteilt. Ihr Kommentar kann auch auf Google und anderen Suchseiten gefunden werden.

70 Kommentare

Max Blatter

02.12.2010, 09:44 Uhr
Melden

Die Menschheit hat wohl zu allen Zeiten das als "Gott" bezeichnet, was sie nicht erklären konnte. Mehr und mehr davon konnte durch die Wissenschaft verstanden werden - aber Unerklärbares ist bis heute geblieben und wird vielleicht immer bleiben. Das können wir weiterhin "Gott" nennen - aber ein weitergehendes Bild sollten wir uns von Gott nicht machen. Übrigens ganz nach dem biblischen Gebot! Antworten


Karl Bader

06.09.2010, 23:10 Uhr
Melden

Gott ist keine Person, sondern Alles Was Ist, etwas darüber hinaus gibt es nicht. Die Materie und das Universum ist eine Illusion, das durch das Bewusstsein kreiert wird. Eine Kulisse, die durch Gedankenkraft beliebig gestaltet werden kann. Selbst die Zeit ist eine Illusion und relativ. In einem schwarzen Loch steht sie still, weder einen Anfang noch ein Ende kennt sie, ausser das reine Sein. Antworten


Markus Fritz

06.09.2010, 14:42 Uhr
Melden

Richtig wissen, tun wir nichts, wir halten uns für etwas besonderes, sind wir aber nicht. Und wenn wir nicht mehr sind, sind wir einfach nicht... mehr und nicht weniger als Staub, dass weggewischt wird. Aber alle scheinen es besser zu wissen. Mathematik ist die Sprache des Universums, zumindest das, wissen wir. Antworten


Heinz Oswald

06.09.2010, 12:33 Uhr
Melden

@Christian Dürig: Wer hat denn einen Glaubenskrieg, nur weil man - was den Schöpfer von Schöpfungen betrifft - eine andere Überzeugung vertritt, als dies ein wissenschaftlich verbrämter Glaube tut? Richard Dawkins und Stephen Hawking lassen grüssen! Antworten


Heinz Oswald

06.09.2010, 12:25 Uhr
Melden 1 Empfehlung

Um mit den Worten von Shane Hill zu sprechen: "Es verwundert nicht, dass diese sich nicht einmal hypothetisch vorstellen können...", dass Gott - der Geist ist - im Gegensatz zu allen Geschöpfen nicht zeitlich, sondern ewig ist, will heissen ohne Anfang und Ende. Wir sind vergleichbar einem lebenden Computer, der seinen Erbauer erfassen will - ÄTSCH, aber nicht wir, mit unseren "Produkten"... Antworten


Christian Dürig

06.09.2010, 12:08 Uhr
Melden

@alle Schaut euch die Videos von Frank Wilczek (http://mitworld.mit.edu) an. Ich hoffe damit den "Glaubenskrieg" zu stoppen. Es ist die Wissenschaft alleine, die uns der Wahrheit näher bringt. Alles ist Zahl. Pythagoras hat diese Vermutung geäussert, ist aber am Irrationalen gescheitert. Heute sind wir viel weiter und beherrschen in der Math sogar das Transfinite. Viel Spass. Crigs Antworten


Gianin May

06.09.2010, 10:16 Uhr
Melden

Setze 5 Wissenschaftler der versch. Sparten an einen Tisch. Nach 10min. hat man den grössten Glaubenskrieg Antworten


Heinz Oswald

06.09.2010, 09:00 Uhr
Melden

@Mari Wunderli: Umgekehrt ist auch gefahren: Weil wir heute viel erklären und "beweisen" können - soll es deshalb keinen Gott geben????? Antworten


Shane Hill

06.09.2010, 04:17 Uhr
Melden

Die meisten Menschen wissen nicht mal, wo ihre Schuhe hergestellt werden, wie man Plastik macht oder wie ein tonnenschweres Flugzeug fliegen kann. Es verwundert nicht, dass diese sich nicht einmal hypothetisch vorstellen können, wie ein Universum aus dem Nichts entstehen kann. Wer es nicht kennt, hält auch warmes Eis für unmöglich. Die Entstehung einer Gottheit ist übrigens genau so unerklärbar. Antworten


Heinz Oswald

06.09.2010, 02:13 Uhr
Melden

@Gerhard Keller: "Gott ist erkenntnistheoretisch höchst fakultativ,..." Aber Informationstheoretisch nicht! Denn die Informationstheorie widerspiegelt die Tatsache, dass Information nie durch Zufall entsteht, sie entstammt einer geistigen Quelle - Na, und wie steht es denn mit der unvorstellbar komplexeren genetischen Information? Antworten


Daniel Matter

05.09.2010, 19:02 Uhr
Melden

Gott ist ein Label mit dem sich immernoch gut Geld verdienen lässt, wo die Wissenschaft doch meist nur kostet. Auch steht Gott für Beständigkeit und die Wissenschaftler erzählen alle Jahre mal etwas Neues. Ausserdem lässt sich im Namen der Wissenschaft nur schlecht ein Krieg führen. Antworten


Hans Meyer

05.09.2010, 13:26 Uhr
Melden

Wahrscheinlich gibt es keinen Gott, aber das kann genausowenig bewiesen werden, wie dass es einen Gott gibt. Aber wenn es Gott gibt, was war vor ihm und woher kommt er und wurde er aus dem Nichts erschaffen? Von wem? Antworten


Heinz Oswald

05.09.2010, 00:32 Uhr
Melden

@Luis Cavallero, die Botschaft der Bibel entstand vor Tausenden vor Jahren, und sie enthält die Information, dass Gott die Sonne erschaffen hat, und sie enthält nirgends die Weisung, etwas Materielles, Erschaffenes (Sonne) statt Gott - der Geist ist - zu verehren und anzubeten. Die Sonne war also längst keine ernstzunehmende "Konkurrenz" Gottes mehr, als man noch auf Kerzenlicht angewiesen war. Antworten


Mari Wunderli

04.09.2010, 15:46 Uhr
Melden

wenn prmitive Menschen etwas nicht erklären und beweisen konnten, schrieben sie es(einem) Gott zu- wir können heute viel erklären und beweisen- aber noch lange nicht alles- also muss es doch einen Gott geben????? Antworten


Luis Cavallero

04.09.2010, 15:33 Uhr
Melden

Der sogenannte "Gott", den die Menschen im Laufe der Zeit so schmückten, als sei es ein Mann im Himmel war zu Beginn die Sonne. Stellt euch das Leben vor tausenden von Jahren vor. Ohne künstliches Licht, war es in der Nacht stockdunkel - und dann geht jeden Tag dieser Feuerball auf und schenkt der Erde leben. Auch wir würden diesen Himmelskörper vergöttern, wenn wir zu dieser Zeit gelebt hätten! Antworten


Bruno v. Nünlist

04.09.2010, 12:18 Uhr
Melden

Die ZEN-Buddhisten meditieren über das 'Nichts' (aus dem sich das Universum selbst erschaffen habe, wie Hawking ausführt). Dieses 'Nichts' ist jedoch nicht das 'Nihil' Nietzsche's, sondern ähnlich den schwarzen Löchern, ein 'Nichts', zwar ohne Materie, aber voller Energie! Was, lieber Herr Hawking, ist denn diese Energie, 'Ki', dieses Programm, anderes als Gott oder Buddha oder Jahwe oder Allah? Antworten


Richard Hennig

04.09.2010, 11:54 Uhr
Melden

Ob Mann/Frau an Gott glaubt oder nicht, ist doch Jedermanns persönliche Sache. Das Problem ist das Extremisten von beiden Seiten versuchen die Anderen zu bekehren, ob friedlich oder nicht. Hawkings versucht wenigstens die beiden Seiten zu verstehen und vielleicht eine Brücke zu bauen zwischen den Fronten. Für dieses Engagement sollte er respektiert werden. Antworten


Christian Dürig

03.09.2010, 19:43 Uhr
Melden

Sieht ein Profimusiker ein Notenblatt, dann hört er zugleich die Musik. Im Matrizenkalkül ist es genau so. Wer ihn beherrscht, der staunt über die Schönheit der Mathematik und ist damit zufrieden. Entdeckt man neue Zusammenhänge im Kalkül, dann versucht man diese in der Natur aufzuspüren. Vor 1900 war das noch nicht so. Das ist der Grund für Hawking ohne Gott auszukommen. Er hat die Mathematik. Antworten


Heinz Oswald

03.09.2010, 18:25 Uhr
Melden

Ist Hawking Gott? Antworten


eugen bissegger

03.09.2010, 18:01 Uhr
Melden

Das Universum ist so gross, dass die Entfernungen in Lichtminuten / Lichtjahren gemessen werden. 1 LichtMin. = 18 Miio km. ein Lichtjahr = ca. 9,5 Billionen km. Pluto, der entfernteste Planet = 5 Lichtstunden von der Erde entfernt. Wer kann da schon erklären, wie alles entstanden ist? Vielleicht eher eine Philosophische Frage, nach Sokrates: .. die Klügste ist die, die weiss, was sie nicht weiss.. Antworten


Birgit Becker

03.09.2010, 16:57 Uhr
Melden

Interessant finde ich diesen Artikel in der Rubrik "Wissen" zu finden. Fakt ist, dass wir eben nicht wissen oder glauben... oder auch nicht. Da muss ein jeder mit sich selber glücklich werden. Antworten


Peter Studer

03.09.2010, 16:41 Uhr
Melden

Nun ja, wenn man davon ausgeht, dass es zivilisiertes Leben im Weltall gibt, liegt es auf der Hand, anzunehmen dass dieses feindlich ist. Überlegt es euch doch so: Wie würde der Mensch reagieren, wenn er im Weltall auf weniger technisiertes Leben treffen würde? Der Mensch hat eine klare Tendenz zum Imperialismus, wie die Geschichte zeigt. Es ist auf der Erde gang und gäbe, andere Länder zu erobern Antworten


Tobias Lienhard

03.09.2010, 16:24 Uhr
Melden

Vor allem freut mich, wenn ich die Kommentare lesen, dass es offensichtlich viel mehr denkende, fühlende und viel-mehr-wissende Menschen gibt, als man so im Alltag und auf all den Kommentarseiten sonst so begegnet und als man darum meint. Aber wo begegnet man all denen im Leben? Antworten


Ruedi Burkhard

03.09.2010, 16:11 Uhr
Melden

@M.Aggeler:"Physikalische Gesetze hat niemand erschaffen, die sind einfach gegeben." .. oder etwa durch Evolution entstanden. Ein Gedankenexperiment. Seit Urknall sind ca. 14Mrd. Jahre vergangen; Nat. Gesetze wie heute; hat funktioniert. Was, wenn die Nat. Gesetze auch durch eine Art 'Auslese' entstanden sind. Unendlich lange hätte das gedauerte, ist aber denkbar, oder nicht? Antworten


Tobias Lienhard

03.09.2010, 15:55 Uhr
Melden

Was ofensichtlich und richtig ist, dass die Summe aller Ex-istenz tatsächlich nichts ist, mit oder ohne Gott. Antworten


Gianin May

03.09.2010, 15:55 Uhr
Melden

@hans maag: Ihre Aussage ist eine Meinung aber ich könnte Ihre Ablehnung eines Gottes mit genau denselben Argumenten gegen Sie verwenden. Fällt Ihnen nichts bessers ein, das ev. sogar etwas Hand und Fuss hat? Antworten


Tamara Gerber

03.09.2010, 15:36 Uhr
Melden

@ Arthur Bosshart: Religion ist erlernt, meist von den Eltern. Man kann natürlich an etwas glauben, das man noch nie gesehen hat. Falls es Gott nicht gibt und Sie glauben an ihn, dann haben Sie lediglich etwas Zeit mit Gebeten verloren, ob Sie diese Zeit sonst sinnvoller genutzt hätten, bleibt dahingestellt. Falls es Gott doch gibt, dann gnade Ihnen Gott, falls Sie nicht an ihn geglaubt haben! Antworten


Gianin May

03.09.2010, 15:33 Uhr
Melden

@Matthias Aggeler: So wie die Missionare des weltweiten freien Handels und der Demokratie (siehe Irakkrieg, Krieg in Afganistan etc.) Antworten


Gianin May

03.09.2010, 15:24 Uhr
Melden

@Marius Kappeler: Die Ausrede der Ungläubigen, um für Ihre Taten eine Rechtfertigung zu haben. Den Hunger dieser Welt könnten wir selbst ausrotten, wir wollen aber nicht - wieso sollte Gott unsere Aufgaben übernehmen? Antworten


Gianin May

03.09.2010, 15:16 Uhr
Melden

Wenn es vor dem Urknall nichts gab, ist es doch ziemlich wahrscheinlich, dass es keinerlei Schwerkraft gab und diese "nur" ein Phänomen dieses Form der Existenz ist, daran gebunden und nicht auf ein mögliches anders Universum/Existenzform angewendet werden kann. Seine Aussage schliessen Gott weder aus noch ein - der Status Quo ist nach wie vor unverändert, Hawkings nur eine weitere Meinung. Antworten


Ulrich Scheidegger

03.09.2010, 15:14 Uhr
Melden

Nichts ist nicht einfach nichts. Auch ein Nichts hat einen Ursprung und ist Etwas. Und auch wir sind Teil dieses Etwas -unterwegs in Raum und Zeit. Antworten


Rolf Baltisberger

03.09.2010, 14:53 Uhr
Melden

Ob gläubig oder nicht gläubig: Vergessen wir nicht, der Mensch kann auch wissenschaftlich nur soviel hergeben, wie es die rund 1,5 Kilo Hirn zulassen! Antworten


peter meier

03.09.2010, 14:47 Uhr
Melden

"nach dem Tod wird alles besser." hat mit Voraussetzung von Göttlichem nichts zu tun. Das entspringt einem (von vielen) von Machtmenschen kreierten Gottesbild und ist entsprechend motiviert. Die sind immer gefährlich. Sie treiben Menschen u.a. dazu, sich in die Luft zu sprengen, wie Hr. Aggeler schreibt. Auch würde ich Göttliches nicht voraussetzen, sondern nebst anderem auch in Betracht ziehen. Antworten


Gerard Keller

03.09.2010, 14:19 Uhr
Melden

Gott ist erkenntnistheoretisch höchst fakultativ, im Alltag durchaus praktisch aber - ob nun Atheist oder Gottebessener - offensichtlich immer ein paar Gedanken wert. Was man aber in der Psyche mit Sicherheit beobachten kann, ist ein Gottskomplex, eine Gottesvorstellung. Woher nun diese stammt und wie sie sich differenzieren lässt, wäre dann wieder eine andere und höchst spannende Sache. Antworten


Armin Meier

03.09.2010, 14:19 Uhr
Melden

Tatsache ist, auch Hawkins hat keine Erklärung für die Existenz per se. Die Fragen sind noch immer: Gäbe es das Universum auch ohne den darüber sinierenden Menschen? Gäbe es Gott (oder die Götter) auch ohne die ihn imaginierenden Menschen? Sind letztlich Gott wie Universum nicht lediglich Projektionen, Vereinfachungen und Kapitulationen der in ihrer Vorstellung äusserst begrenzten Menschen. Antworten


Remo Roth

03.09.2010, 14:18 Uhr
Melden

Die quantenphysikalische Erkenntnistheorie zeigt, dass der Begriff "Materie" metaphysisch ist. Nichts ist damit bewiesen, dass man alles auf die Materie und die Gravitation zurückführt. Zudem: Seltsamerweise musste die Astrophysik im Jahr 1998 einsehen, dass 97 % des Universums aus dunkler Materie und dunkler Energie besteht. Niemand weiss, was das ist, ausser dass sie antigravitativ wirkt ... Antworten


Richard Sommerer

03.09.2010, 14:11 Uhr
Melden

...da prallen so viele unterschiedliche Gottesbilder aufeinander in diesen Kommentaren...mir wird schwindlig! Und auch die selbsternannten Atheisten überbieten sich mit Schöpfungsmythen (Urknall, Schwerkraft, Materie). Woher habt Ihr diese Geschichten? Antwort: von Menschen (Wissenschafter, Philosophen usw.)! Die Frage nach Gott kann nur jeder für sich - im Stillen - beantworten. Antworten


rolf meier

03.09.2010, 13:47 Uhr
Melden

@peter meier: etwas göttliches vorauszusetzen ist gefährlich, schon allein wegen dem Argument "Nach dem Tod wird alles besser". Was in der Geschichte der Menschheit schon immer ein beliebtes Argument der Bessergestellten war... Woher Materie kommt wissen wir (noch) nicht, ev. erfahren wir es nie. Auch ein Gott müsste ja aus Materie bestehen und die müsste auch irgendwoher kommen... Antworten


Matthias Aggeler

03.09.2010, 13:44 Uhr
Melden

Physikalische Gesetze hat niemand erschaffen, die sind einfach gegeben. Das schlimme an all diesen Gläubigen ist, das sie sich für ihren Glauben in die Luftsprengen und immer wieder Kriege anstrengen. Antworten


Stefan Mauerhofer

03.09.2010, 13:44 Uhr
Melden

@Bühler: Das Universum kann nur aus dem "nichts" kommen, alles andere wäre unlogisch. Wäre das Universum von Gott geschaffen, wer hätte dann Gott geschaffen und wer hätte dann den Gott-Schaffer geschaffen, ... usw? Antworten


Alexander Avidan

03.09.2010, 13:43 Uhr
Melden

Hawkins MUSS an Gott glauben: Er leidet seit Jahren an ALS. ALS Patienten sterben nach kurzer Zeit. Er ist der einzige, der solange überlebt hat. Entweder hat er keine ALS, oder der Verlauf seiner Krankheit ist nicht natürlich. Und das kann ja nicht sein, denn in der Natur geht alles nach Gesetzen, die sich ja nicht ändern können. Also ist die Tatsache, dass er lebt, ein Beweis, dass es Gott gibt. Antworten


Max Braun

03.09.2010, 13:42 Uhr
Melden

Ach, es ist wie bei Gallilei. Wäre die Nichtnotwendigkeit einer göttlichen Schöpfung bewiesen, die Menschen würden länger als 400 Jahre noch etwas nachhängen, was den meisten als Kind eingeimpft wird und das das Gehirn der Menschen trickst, dass etwas da sei. Allein dass immer jemand damit Kasse macht, sollte stutzig machen. Glaube ist Aberglaube, denn das Schicksal macht sowieso was es will! Antworten


Severin Brunner

03.09.2010, 13:40 Uhr
Melden

Selbst Stephen Hawkings darf glauben was er will. Und das meine ich auch wirklich so, wie ich es sage. Antworten


Arthur Bosshart

03.09.2010, 13:38 Uhr
Melden

Und was, wenn es Gott doch gibt? Was wollen wir Ihm antworten, wenn wir eines Tages vor ihm stehen müssen? Wollen wir dann Gott belehren, was er alles falsch gemacht hat? Antworten


mike witwer

03.09.2010, 13:24 Uhr
Melden

Begriffe Gott und Zufall zu verwechseln ist unlogisch. Wir schliessen aufgrund unserer eigenen Logik das jeder Stein - z.B. eines Steinmandlis - von jemandem genau dort in einer festgelegten Ordnung und mit Absicht platziert wurde. Dank physikalischen Gesetzen ist es undenkbar, dass die Steine durch Zufall genau so aufeinander gehüpft sind. Das Universum ist komplexer als ein Steinmandli. Gruss Antworten


Res Schall

03.09.2010, 13:14 Uhr
Melden

Hawkins mag recht haben, dass das Universum ohne weitere göttliche Einwirkung entstanden ist. Jedesmal, wenn man dem Ursprung wissenschaftlich näher kommt stellt sich gleich die Frage - was aber war davor ? Antworten


Jürg Bühler

03.09.2010, 13:10 Uhr
Melden

Herr Hawking, wer hat denn die Schwerkraft und die anderen physikalischen Gesetze geschaffen? Ist schon interessant dass Niemand aus Nichts Alles geschaffen hat... interessante Theorie... oder sagen wir mal so, interessant dass man auf sowas unwahrscheinliches kommen kann.. Antworten


Stefan Mauerhofer

03.09.2010, 12:43 Uhr
Melden

Da liegt Hawkins wohl richtig. Gott ist eine Illusion der Menschen wie Elfen, Kobolde und Geister. Das Universum ist weit mehr, als was sich ein von Menschen ausgedachter Gott jemals vorstellen könnte. Antworten


Kurt Aegeri

03.09.2010, 12:19 Uhr
Melden

Das Göttliche an der Geschichte ist doch gerade, dass sie ohne Gott auskommt. Es gibt nichts, was derart vernetzt, so komplex und nach ständiger Perfektion strebend ist wie das, was aus Natur entsteht. Ob Pflanze, ob Tier, ob Mensch, Universum. Und somit übersteigt sie jegliches Vorstellungsvermögen. Das Bild vom Gott erscheint mir dafür viel zu simpel gestrickt. Antworten


hans maag

03.09.2010, 12:17 Uhr
Melden

Gott existiert in den Köpfen von Leuten, die nicht damit fertig werden, dass sie, gemäss Hawking, nur ein Zufallsprodukt der Gravitation sind. Das Ganze wurde ihnen eingetrichtert von Scharlatanen, die ihnen für ihre Unterwerfung unter die aufoktruierten Gesetze das ewige Leben versprechen. Da sind die Frösche mit ihrer limitierten Sicht intelligenter. Antworten


Peter Meier

03.09.2010, 12:15 Uhr
Melden

@ Claudio Panciera: da es nach wie vor nicht erklärt werden kann, können Sie es doch einfach offen lassen. Der Rückschluss, es gibt keine Götter, ist nach heutigem Wissensstand so halbwahr wie der, dass es Götter gibt. Aber GLAUBEN dürfen Sie persönlich natürlich, was Sie wollen. Antworten


peter meier

03.09.2010, 12:11 Uhr
Melden

@ Rolf Meier: Sie dürfen glauben, was Sie wollen. Andere können gut damit leben, die Frage ob es "göttliche Schöpfung" gibt oder nicht einfach offen zu lassen. Ich zähle mich dazu. Eine Frage: wenn Ihrer Meinung nach die Quelle der Schwerkraft die Materie ist, was ist denn die Quelle für die Materie? Und kann aus toter Materie lebendige Materie entstehen? Antworten


Ulrich Scheidegger

03.09.2010, 12:00 Uhr
Melden

Eine Kraft die aus dem Nichts etwas zu schaffen vermag -und zwar in einer Dimension daran unsere Spezie nur staunen kann -kann und darf für unsere Verständnisse, weiterhin getrost als göttliche Schöpfung aufgefasst werden. Antworten


rolf meier

03.09.2010, 11:37 Uhr
Melden

@Peter Meier: Selbstverständlich braucht es eine Quelle, das ist aber die Materie selbst. Wo es Materie gibt, gibt es Schwerkraft... Ich frag mich schon warum für alles was nicht beantwortet werden kann ein Gott hinhalten muss... Ja, ich bin Atheist! Antworten


Hans Ulrich Suter

03.09.2010, 11:35 Uhr
Melden

Tja, Hawking war immer Atheist, ausser als er den Papst besuchte (Zitat: Papst trifft den klügsten Menschen der Welt). Ich vermute Hawking glaubt auch nicht an Raumschiff Enterprise, ausser wenn er in dieser Serie (Folge: Angriff der Borg) auftritt. Ich hingegen glaube nicht dass Wissenschafter Clowns sind, ausser sie reden über Gott oder ihre AstronautInnenkarriere..... Antworten


Remo Roth

03.09.2010, 11:34 Uhr
Melden

Früher nannte man das creatio continua (im Gegensatz zur creatio ex nihilo der Genesis): Neue, immerwährende Schöpfung war jederzeit und aus dem Nichts möglich. Der big bang wird gemäss dieser Weltanschauung nur einer von vielen möglichen (akausalen = ursachelosen) Schöpfungsakten in der Zeit. Aber diese Anschauung widerspricht eben dem wissenschaftlichen Vorurteil der kausalen Weltschöpfung. Antworten


Claudio Panciera

03.09.2010, 11:25 Uhr
Melden

Wann wird die Menschheit endlich einsehen, dass Gottheiten nur Erfindungen aus einer primitiven Zeit sind, in welcher man sich die Geschehnisse auf der Erde nicht anders erklären konnte. Antworten


Peter Meier

03.09.2010, 11:13 Uhr
Melden

Es braucht nicht unbedingt einen Gott, um das Weltall zu erschaffen, wenn die Schwerkraft das tun kann. Aber braucht es nicht eine Quelle, aus der die Schwerkraft hervorgeht? Antworten


Giulia Trisone

03.09.2010, 11:13 Uhr
Melden

Hawinks, ganz Wissenschafter, war stets Atheist. Die Gotthypothese war immer auch eine Marketingstrategie und rein spekulativer Natur. Gott ist eine beliebte Antwort auf die Frage "wer". Auf das "warum", "wie", "wo" oder "woher" und "wohin" bleibt auch dieses nebulöse "Kraft" die Antwort schuldig. Das All ist gleichgültig - das passt schlecht zu Kharmatheorien und Erlösungsfantasien. Antworten


Marius Kappeler

03.09.2010, 11:13 Uhr
Melden

Gott... ja wo ist er denn??? Hier auf der Erde regiert einzig und alleine die Natur. Alles andere ist "Marketing" von irgendwelchen Gruppierungen, genannt Christen, Islam usw. Antworten


Karl Brunner

03.09.2010, 11:10 Uhr
Melden

An den Osterhasen glaubt man auch, weil alle sagen, dass es ihn gibt. Bis man realisiert, dass man selber denken kann. Antworten


Karl Brunner

03.09.2010, 11:01 Uhr
Melden

@ Gerhard Mehr : es mag ja schon sein, dass Ihre beiden Vor-Kommentatoren (Wagner und Stassel) nicht sooo gebildet sind wie Stephen Hawking. Aber diese nun gleich als Frösche zu bezeichnen ist schon allerhand. Antworten


rolf meier

03.09.2010, 10:56 Uhr
Melden

Er sagt nicht, es sei Zufall sondern bedingt durch das Gesetzt der Schwerkraft und der ewigen Bewegung der Materie. Dass es dazu keinen Gott braucht dürfte auf der hand liegen... wo etwas ist gibt es Bewegung und damit Entwicklung. In welche Richtung auch immer. Es ist aber natürlich sehr einfach, wenn es für alles einen Gott gibt. Er hat das nie getan, er hat nur nicht völlig ausgeschlossen. Antworten


Su Studer

03.09.2010, 10:55 Uhr
Melden

OK, und was war vor dem Urknall, wenn der Rest alles Zufall ist? Warum gibt es die Schwerkraft überhaupt? Es ist schwer sich vorzustellen, dass aus dem absoluten Nichts ganze Galaxien und Planeten mit Leben entstehen können, muss wohl doch noch sein Buch lesen, ob es da dann noch Platz für Gott, hat entscheide ich dann selber :-) . Antworten


Thomas Zaugg

03.09.2010, 10:39 Uhr
Melden

@Eric Stassel: Er hat nicht gesagt "es war alles Zufall"... Im Gegenteil, er hat gesagt das alles eine logische Abfolge von physikalischen Gesetzen ist, und es dafür keine göttliche Einwirkung braucht. Ausserdem hat er auch nicht gesagt das das Universum sei feindselig, lediglich das es es "möglicherweise" feindselig ist. Antworten


Richard Sommerer

03.09.2010, 10:29 Uhr
Melden

Mein Gott, nun auch Hawking...! Warum nur glaubt Homo sapiens sapiens immer wieder, auch die letzten Fragen beantworten zu können...? Antworten


Gerhard Mehr

03.09.2010, 10:12 Uhr
Melden

Es liegt in der Natur der Frösche, dass sie eine limitierte Sichtweise von der Ganzheit haben. Antworten


Lea Kretschmer

03.09.2010, 09:42 Uhr
Melden

Ich mag den humorvollen Mann einfach und seine Bücher sind ein Genuss zu lesen! Auf einem Parabelflug, den die NASA ihm vor kurzem schenkte, hatte er einen Riesenspass an der kurzen Schwerelosigkeit und genoss alles wie ein beschertes Kind zu Weihnachten. Würde er sich für ein politisches Amt zur Verfügung stellen, wäre ich ausnahmsweise für eine Volkswahl! Antworten


Eric Stassel

03.09.2010, 09:40 Uhr
Melden

Schon Einstein sagte, man habe für sich zu entscheiden, ob das Universum freundlich oder feindselig sei. Mit seiner neuerlichen Alien-feindlichen Aussage wissen wir ja, auf welcher Seite Hawkins steht. Der Mann wollte unbedingt das grosse Rätsel lösen, doch nun läuft ihm die Zeit davon, er baucht einen schnellen Ausweg. Also sagt er "es war alles Zufall." - und ruiniert damit fast sein Lebenswerk. Antworten


Ernst Wagner

03.09.2010, 09:33 Uhr
Melden

Ich weiss nicht wirklich, was ich selber für mich glauben soll. Bei Hawkings ist aber so spontan durch den Kopf gegangen: Er verweigert sich Gott gegenüber, wegen seiner Krankheit. Durch seine aktuelle Verweigerung will er Gott strafen weill er ihn so gemacht hat. Da es aber gemäss Hawkings eh keinen Gott gibt ist meine Theorie schon wieder Makulatur. Antworten



Populär auf Facebook Privatsphäre

Immobilien

Marktplatz
Wohnung/Haus suchen

Weitere Immo-Links
homegate TV
Hypotheken vergleichen
Umzug
Immobilie inserieren
Inserat erfassen
Frühlingsdeko
homegate Lassen Sie jetzt schon den Frühling ins Haus. Mehr

In Partnerschaft mit:

Homegate