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Klimaerwärmungs-Skeptiker machen Al Gore die Hölle heiss
Von Martin Kilian, Washington. Aktualisiert am 02.03.2010 181 Kommentare
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Es war keine gute Woche für den Klimapapst. Am vergangenen Dienstag wurde Al Gore im amerikanischen Fernsehen vom prominenten Klimawandelskeptiker und republikanischen Senator James Inhofe angemacht und am Donnerstag bei der Versammlung der Apple-Aktionäre von einem gewissen Sheldon Ehrlich: Gore, so der Kleinaktionär vor grossem Publikum, sei «eine Witzfigur geworden, die Gletscher sind nicht geschmolzen». Dann schob der freche Ehrlich nach und empfahl, den anwesenden Gore aus dem Apple-Aufsichtsrat hinauszuwerfen: «Wenn seine Ratschläge an Apple so falsch sind wie seine Ansichten zur Umwelt, brauchen wir ihn nicht wiederzuwählen.»
Und so, mitten im schneereichsten amerikanischen Winter seit Menschengedenken, finden sich die Vertreter der Lehre von der Erderwärmung plötzlich allenthalben in der Defensive: Sie werden verspottet von Häretikern wie Senator Inhofe und zunehmend ignoriert von einer Öffentlichkeit, die den wissenschaftlichen Erkenntnissen misstraut und angesichts der Grossen Rezession wenig Lust zeigt, den Kampf gegen Klimawandel mit steigenden Energiepreisen zu bezahlen.
Gefundenes Fressen für Klimaskeptiker
Obendrein waren die gehackten und sodann veröffentlichten E-Mails von Klimaforschern an Grossbritanniens East Anglia University ebenso ein gefundenes Fressen für amerikanische Klimawandelskeptiker wie das Eingeständnis der Klimagurus vom Intergovernmental Panel on Climate Change (IPCC), wonach sich im letzten Report Fehler eingeschlichen hätten. Legten die E-Mails von East Anglia nahe, dass abweichende wissenschaftliche Meinungen zum Klimawandel unterdrückt worden seien, so musste das IPCC einräumen, dass das behauptete Abschmelzen der Himalaja-Gletscher bis zum Jahr 2035 reine Fiktion gewesen sei.
Beides aber war Wasser auf die Mühlen amerikanischer Leugner der Erderwärmung, vorne dran Senator Inhofe, der den Klimawandel bereits vor Jahren als «grössten wissenschaftlichen Schwindel der Geschichte» abgetan hatte. Im Verein mit der amerikanischen Kohle- und Ölindustrie verhinderten die Klimagegner im Washingtoner Senat ein Klimagesetz, das den Handel mit Treibhausgasen ermöglicht hätte und vom Repräsentantenhaus bereits verabschiedet worden war.
Al Gore «ausquetschen»
Und nun sattelt Inhofe drauf: In einem TV-Interview gab der Mann aus Oklahoma bekannt, er werde Al Gore vor den Umweltausschuss des Senats laden und ausquetschen. «Es wäre doch interessant, ihn mal zu fragen, auf welcher Wissenschaft sein Film basiert», lästerte der Senator über Gores Klimawandelstreifen. Damit nicht genug, verlangt Inhofe von Präsident Obama Ermittlungen «im grössten wissenschaftlichen Skandal unserer Generation».
In einem in der abgelaufenen Woche vorgestellten und von Inhofe angeschobenen Report der republikanischen Minderheit im Umweltausschuss des Senats heisst es unter Berufung auf die gehackten E-Mails aus East Anglia, die darin «involvierten Wissenschaftler» hätten womöglich «fundamentale ethische Prinzipien» staatsfinanzierter Forschung verletzt. Es folgte eine Liste von siebzehn Klimawissenschaftlern, darunter Stars wie Dr. James Hansen, gegen die Inhofe vorgehen möchte.
Sanktionen für Wissenschaftler
Es half nicht, dass der IPCC-Vorsitzende Rajendra Pachauri am Samstag wissenschaftliche Versäumnisse einräumte und die Einsetzung eines unabhängigen Gutachterkomitees ankündigte. Man stehe nach wie vor zu den Erkenntnissen des IPCC-Reports von 2007, worin vom Menschen verursachte Erderwärmung als «sehr wahrscheinlich» bezeichnet wurde, doch müsse man sich der Kritik stellen, so Pachauri.
Die republikanischen Klima-Hardliner aber werden sich dadurch kaum besänftigen lassen: Bereits im Dezember hatte der Abgeordnete James Sensenbrenner gefordert, Wissenschaftler, deren Namen in den britischen E-Mails auftauchten, dürften künftig nicht mehr an der IPCC-Forschung beteiligt werden. Zwar wehrte sich Al Gore in der «New York Times» am Sonntag nach besten Kräften gegen die Offensive der Klimaskeptiker, den Zweifeln einer wachsenden Schar von Amerikanern an der Erderwärmung aber wird der Klimapapst damit kaum begegnen können. Schliesslich schneit es wie kaum jemals zuvor. (Tages-Anzeiger)
Erstellt: 02.03.2010, 10:35 Uhr
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181 Kommentare
Der Glaube an die Klimaerwärmung ist etwa vergleichbar mit dem mittelalterlichen Glauben, dass sich die Sonne um die Erde drehe: Weil sich damals eine mächtige Kirche in ihrer Autorität gefährdet sah, wurden Anhänger des neuen Weltbildes bekämpft. Bei uns dient das Dogma der Klimaerwärmung ehrgeizigen Politikern als Vorwand zur Durchsetzung von Konsum- und Mobilitätsverzicht. Antworten
Schon früher sind Gletscher geschmolzen. Stürme gab es auch schon immer. Auch heftigere als heute. 100%ig !Nur war da niemand der alles bis ins letzte mini Detail dokumentierte. Medien und Klimahisteriker machen heute auf Panik. Warum?Weil es ums grosse Geld geht. In 10 Jahren-wenn fast nur noch saubere Autos rumfahren-wird man sich einen neuen Grund suchen um uns das Geld aus der Tasche zu ziehen Antworten










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