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«Wasser, Wasser überall... für 400 Jahre!»
Von Fabienne Klenger. Aktualisiert am 26.07.2012 72 Kommentare
Süsswasser aus der Tiefe: Grafische Darstellung des Reservoirs. (Bild: bgr)
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Mehr als 200 Meter unter der Erdoberfläche auf über fünf Milliarden Kubikmetern erstreckt sich das 10'000 Jahre alte Süsswasserreservoir, das Forscher in Namibia entdeckt haben. Allein die gespeicherte Menge entspricht dem Verbrauch der dicht besiedelten nördlichen Region von mehr als 400 Jahren. In dem Land, in dem die lokale Bevölkerung immer wieder von Dürren geplagt wird, die durch den Klimawandel wohl noch zunehmen werden, ist das ein überwältigender Fund. «Wasser, Wasser überall... für 400 Jahre!», kommentierte die namibische Zeitung «Inamibia» euphorisch.
In der flirrenden Hitze Nordnamibias ist Wasser ein äusserst kostbares Gut. Bislang muss die Bevölkerung mit dem Wasser aus einem Staudamm in Angola auskommen, das auf dem Weg durch uralte Rohre und Kanalsysteme noch nicht im Boden versickert oder verdunstet ist. Um die lokale Wasserversorgung zu verbessern, wandte sich vor einigen Jahren die namibische Regierung an die ehemalige Kolonialmacht Deutschland. Ursprünglich sei es allein darum gegangen, die Strukturen für das Grundwassermanagement zu verbessern, sagt Hydrogeologe Martin Quinger, Leiter des Projekts «Grundwasser-Untersuchung im Etosha-Cuvelai-Becken», gegenüber baz.ch/Newsnet.
Gefahr des «Wasserrauschs»
Nach und nach sei den deutschen und namibischen Forschern während ihrer Messungen klar geworden, was da tief unten in der Erde verborgen liegen könnte. Sogar Wissenschaftler Quinger, der lieber über technische Details spricht, als die Erkenntnisse in Superlativen zu bewerben, nennt den Fund eine «kleine Sensation». Mehrere Bohrungen zeigten, dass in der Ohangwena- und der Oshikoto-Region grosse Mengen an wassergesättigtem Sand vorkämen. Es handele sich um einen «gespannten Grundwasserleiter», über dem sich eine sandig-tonige Sperrschicht befinde. Diese müsse per Bohrung durchbrochen werden, dann steige das Wasser durch natürlichen Druck nach oben.
Mit einem Testbrunnen decke man zurzeit bereits 50 Prozent des Bedarfs der Stadt Eenhana ab. Quinger warnt jedoch davor, in einen «Wasserrausch» zu geraten: Über dem Grundwasserleiter befinde sich ein kleineres Salzwassergebiet, welches sich mit dem Süsswasser vermischen könnte, wenn man ohne technische Richtlinien drauflosbohre, erklärt der Hydrogeologe. Es müssten finanzielle Wege gefunden werden, das Wasser langfristig und nachhaltig zu fördern.
Circa 25 Millionen namibische Dollar (knapp 3 Millionen Schweizer Franken) würde es kosten, 50 Brunnen in der Region anzulegen, schätzt Martin Quinger. Das sei weitaus günstiger als der Bau von neuen Rohrleitungssystemen. Zudem sei das tief zirkulierende Grundwassersystem von den Auswirkungen des Klimawandels nicht betroffen und es sei sauberer: «Vor 10'000 Jahren gab es noch keine Umweltverschmutzung, das Wasser hat also eine bessere Qualität, als wenn es innerhalb von Monaten oder Jahren infiltriert.» «Wenn alles gutgeht», schreibt «Inamibia», «könnte das eine fantastische Entdeckung sein.» (baz.ch/Newsnet)
Erstellt: 25.07.2012, 17:27 Uhr
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72 Kommentare
In 5 Jahren hat Nestlé die Quellen für ein Butterbrot und etwas Schmiergeld an korrupte lokale Regierungsbeamten gekauft und verhökert das Wasser gewinnmaximierend an die finanzkräftige Klientel in reicheren Regionen der Welt. Die Bevölkerung Namibias hat nichts davon. So macht der Westen gerne Business und kann auch Jahrhunderte Erfahrung vorweisen! Liebe Investoren! Jetzt zuschlagen! Antworten
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