Ab nach Grönland

In Grönland war es im Juli so kalt wie noch nie. Das bringt die Klima­katastrophiker in Erklärungsnot.

Die Eisdecke ist auf fast ganz Grönland prächtig gewachsen.

Die Eisdecke ist auf fast ganz Grönland prächtig gewachsen. Bild: Reuters

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Die letzten Tage waren hochsommerlich und schweisstreibend. Das Leben verlangsamte sich, eine Ahnung von mediterraner Unbeschwertheit erfasste die Leute, ernsthafte Dinge wie Politik oder Zukunftsplanung erschienen für einen Moment als unbedeutend, fast irreal. Und sogar die unvermeidlichen Warnungen der Klima­katastrophiker, die in jedem Hitzetag den Vorboten eines menschengemachten globalen Thermokollapses sehen – «Tödliche Hitzewellen werden in den kommenden Jahrzehnten zu einem noch grösseren Problem werden» (CNN) –, konnten die Stimmung der fröhlichen Badegäste oder der leicht bekleidet Flanierenden nicht vermiesen.

Die allermeisten Europäer lieben sommerliche Hochtemperaturen und die damit einhergehenden vitalen Leichtigkeiten und Entgrenzungen. Höchstens ältere Menschen mit Kreislaufschwächen und eine kleine Gruppe eingefleischter, prinzipieller Hitzehasser freuen sich nicht auf die wärmsten Tage des Jahres. Für Letztere hätte es heuer jedoch eine attraktive Ausweichdestination gegeben. Das staatliche Dänische Meteorologische Institut (DMI) veröffentlichte kürzlich die neuesten Messungen zu Grönland.

Die grösste Insel der Welt verzeichnete laut DMI mit –33 Grad Celsius die kälteste Juli-Temperatur, die in der nördlichen Hemisphäre je gemessen wurde (bisheriger Rekord –30,7 Grad). Gleichzeitig ist die Eisdecke auf fast ganz Grönland prächtig gewachsen. Paradiesische Verhältnisse für unsere leidenden Hitzeverächter also, die davon jedoch nichts erfahren haben.

Mitglieder der rot-grünen Klimakirche

Die meisten Journalisten und Medienangestellten sind Aktiv- oder Passivmitglieder der rot-grünen Klimakirche, der neuen Religion der postchristlichen westlichen Welt. Sie handeln wie Fromme immer handeln: Sie anerkennen nur Dinge, die mit den Dogmen ihres Glaubens konform gehen; was diesen widerspricht, wird übergangen. So vermeldeten die Medien neulich wie ein einziger Chor, dass der Rhonegletscher «zehn Zentimeter täglich» schmelze.

Von Grönland dagegen kein Wort. Warum? Das klirrende Eis- und Kältephänomen dürfte es nicht mehr geben. Es stellt die Zentralprophezeiung von der kontinuierlichen, selbst verschuldeten und letztlich tödlichen Erderwärmung infrage. (Basler Zeitung)

Erstellt: 11.07.2017, 10:22 Uhr

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