Basler Forscher gewinnt Open Science Prize

Richard Neher erhiehlt zuammen mit einem weiteren Forscher aus den USA eine Auszeichnung für sein Internetprogramm.

Richard Neher, Gewinner des Open Science Preises.

Richard Neher, Gewinner des Open Science Preises. Bild: Universität Basel

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Für ein Internetprogramm zur Echtzeit-Überwachung der Ausbreitung von Krankheitserregern erhält Richard Neher von der Universität Basel den Open Science Prize. Er teilt sich die mit umgerechnet 230'000 Franken dotiere Auszeichnung mit einem Kollegen aus den USA.

Mit der von den Professoren Richard Neher und Trevor Bedford entwickelten Plattform «nextstrain.org» werden wissenschaftliche Daten besser für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht, wie es in einer Mitteilung der Universität Basel vom Dienstag heisst. Die Software analysiert, wie sich ein Virus verändert. Sie erlaubt zudem Prognosen, welcher Virusstamm sich durchsetzt und ausbreitet.

Gesundheitsbehörden und medizinisches Personal bekämen durch das Programm ein Tool in die Hand, mit dem sich der Ausbruch und Verlauf von Epidemien wie zum Beispiel Ebola oder Zika besser kontrollieren lasse. Zudem ermögliche es, zeitnah Massnahmen einzuleiten. Der promovierte Physiker Richard Neher ist erst seit Kurzem am Biozentrum der Universität Basel tätig. Zuvor arbeitete er am Max-Planck-Institut für Entwicklungsbiologie in Tübingen. Für seine Arbeiten erhielt er bereits mehrere Auszeichnungen. Trevor Bedford arbeitet am Fred Hutchinson Cancer Research Center in Seattle.

Der Open Science Prize wurde 2015 ausgeschrieben. Insgesamt 96 internationale Teams aus 45 Ländern haben sich gemäss Mitteilung beworben. Gestiftet wird die Auszeichnung von den amerikanischen National Institutes of Health, dem Howard Hughes Medical Institute sowie dem britischen Wellcome Trust. (sda/jue)

Erstellt: 28.02.2017, 17:00 Uhr

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