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Chinas erste Solarstadt
Von Niklaus Bernhard. Aktualisiert am 17.09.2011 9 Kommentare
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Weg von Thun
Das Klimaforum 2012 findet in Bern statt. Das haben die Organisatoren gestern bekannt gegeben. Das Forum wird während der Herbstsession in einem Pavillon auf dem Bundesplatz durchgeführt. Zudem dauert das Klimaforum neu vier Tage statt wie bisher einen Tag. Zudem erhält die Veranstaltung einen neuen Namen: Swiss Energy and Climate Summit (Swiss ECS).
Ob die Veranstaltung je nach Thun zurückkehren wird, ist derzeit noch offen. Nach dem Versuch in Bern werde entschieden, wo das Forum hinkomme.
Stichworte
China produziert 80 Prozent des benötigten Stromes mit Kohlekraftwerken und zählt unter anderem deshalb zusammen mit den USA zu den grössten CO2-Emittenten der Welt. Um den negativen Auswirkungen des Klimawandels entgegenzutreten, versucht auch China die CO2-Emissionen zu reduzieren. Deshalb wird in China heute die Solarenergie staatlich stark gefördert.
So beispielsweise in der nordostchinesischen Stadt Dezhou, rund 300 Kilometer von der Hauptstadt Peking entfernt. Fast alle Dächer sind hier mit Fotovoltaikmodulen und Sonnenkollektoren für die Warmwasseraufbereitung ausgerüstet. Pro Quadratmeter Solarmodul gibt es vom Staat eine einmalige Subvention von rund 30 Franken. Ein Grossteil des benötigten Warmwassers in der 5-Millionen-Metropole wird heute mithilfe der Sonne aufbereitet. 6000 solarbetriebene Strassenlaternen säumen die Strasse.
Sonnenkönig Huang Ming
Dass sich Dezhou zur Modellstadt für erneuerbare Energien in China hochgearbeitet hat, liegt zu einem grossen Teil an Huang Ming, dem Chef der Firma Himin Solar. Seine Firma ist weltweit führend bei der Herstellung von solarthermischen Anlagen für die Warmwasseraufbereitung. Himin verkauft jährlich 300 Millionen Quadratmeter Sonnenkollektoren, was der Menge der Produktion in der ganzen EU entspricht.
«Vor 15 Jahren wusste in China noch niemand, was Solarenergie ist, und heute nutzen es bereits 100 Millionen chinesische Haushalte», sagte David Zhang, Chef für das internationale Geschäft bei der Himin Solar, in Thun. Der Chef selbst konnte gestern am Klimaforum nicht wie angekündigt auftreten. Er wohnte der Eröffnung einer Solarfabrik in China bei.
Das schnelle Wachstum der 1995 gegründeten Himin-Gruppe blieb im Westen nicht unbemerkt. Ende 2008 investierte die amerikanische Investmentbank Goldman Sachs 100 Millionen Dollar in die Solarfirma aus Dezhou. Firmenchef Huang Ming – in China wird er ehrfürchtig «Sonnenkönig» genannt – brachte es mit seinem Unternehmen zu einem riesigen Vermögen. Laut dem amerikanischen Wirtschaftsmagazin «Forbes» gehört Huang Ming zu den 400 reichsten Chinesen.
Das Solar Valley
Der «Sonnenkönig» ist nicht nur Unternehmer, sondern auch Politiker im Nationalen Volkskongress. Dort setzt er sich für ein grüneres China ein. Seine nicht ganz uneigennützige Vision: «Solarwasserbereiter für die ganze Welt, damit auch die nächsten Generationen noch in einen blauen Himmel blicken können», lautet sein Slogan.
Die Himin-Gruppe ist massgeblich daran beteiligt, dass rund um die Stadt Dezhou ein eigentliches «Solar Valley» mit Forschungslabors, Universität, Kongresszentrum und Fabriken entsteht. Das dafür vorgesehene Gelände erstreckt sich über eine Fläche von 300 Hektaren. Ein Grossteil des Areals (siehe Bild) ist bereits überbaut. Bereits haben sich über 100 Solarfirmen im Solar Valley Chinas niedergelassen– und es werden laufend mehr. (Berner Zeitung)
Erstellt: 17.09.2011, 09:06 Uhr
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9 Kommentare
Ja in China hats halt Platz für neue aus dem Boden gestampfe Städte und der Denkmalschutz und Ortsbildpflege und was sonst für nen Mist wir hier haben redet nicht drein, wenn man eine Solarzelle auf dem Dach installieren möchte um selber was zur Grünen Energie beizutragen. Antworten
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