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Ein Kopf-Airbag ersetzt den Velohelm

Aktualisiert am 24.10.2010

Es sieht wie ein übergrosser Kragen aus, den sich die Velofahrerin um den Hals gelegt hat. Doch wenn es zum Sturz kommt, schmiegt sich in Bruchteilen einer Sekunde ein schützender Airbag um Nacken und Kopf.

So cool sieht wohl niemand nach einer Kollision aus.

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«Hövding», «Häuptling», nennen die schwedischen Designstudentinnen Anna Haupt und Terese Alstin ihre Erfindung, die sie in Hunderten von Sturztests im Labor verfeinert haben. Diese Woche wurde die futuristisch anmutende Kopftracht bei der skandinavischen Technologiemesse in Stockholm präsentiert.

Aufgeblasen wird der Airbag mit Helium aus einer Druckpatrone. Sechs Jahre brauchten die beiden Erfinderinnen, um Elektronik und Design so weit zu verfeinern, dass ein Sturz oder eine Kollision mit einem Auto zuverlässig erkannt werden. Dazu zeichnen Sensoren im Schutzkragen kontinuierlich die Bewegungen der Velofahrerin auf und erkennen «abnormale» Bewegungsabläufe.

Die Trägerin schaltet den Kragen ein, indem sie den Reissverschluss schliesst. Der Akku, der das Ganze mit Strom versorgt, kann mit einem USB-Kabel aufgeladen werden.

Soll auch kleidsam sein

Einen schwerwiegenden Nachteil herkömmlicher Helme wollen die Designerinnen vermeiden: Der Häuptling ist nicht etwa hässlich, sondern kleidsam – und verwüstet keine Frisur. Die äussere Haut des Kragens kann ausgewechselt werden. So lässt er sich jedem Outfit anpassen.

Schon im kommenden Jahr soll der Hövding auf den Markt kommen. Er soll etwa 60 Franken kosten. (hbr)

Erstellt: 24.10.2010, 08:40 Uhr

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Sonia Uhlmann ist keine typische Studentin. Dank Fernstudium hat sie den Master trotzdem geschafft.