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Erdwärmenutzung ist nicht tot

Aktualisiert am 14.12.2009

Basel endete im Fiasko, trotzdem wollen die Schweizer Geothermie-Techniker weitere Bohrungen realisieren.

«Der Pioniergeist des Basler Geothermie-Projekts wurde nicht belohnt», bilanzierte die Schweizerische Vereinigung für Geothermie (SVG) am Montag. Die Experten räumen zugleich ein, dass das Schadenrisiko bei einem weiteren Ausbau für die Stadt Basel zu gross gewesen wäre und die Regierung das Projekt konsequenterweise gestoppt habe. «Die Risikoanalyse zeigt aber auch, dass bei anderen Standorten in der Schweiz das seismische Risiko deutlich geringer wäre und dass es mit modernen Methoden möglich ist, dieses seismische Risiko zuverlässig zu beschreiben», stellte die SVG fest. Bei Projekten, wo direkt Tiefengrundwasser genutzt werde, sei das Risiko künstlich erzeugter Erdbeben methodenbedingt deutlich geringer. Projekte, bei denen wie in Basel im Untergrund ein künstlicher Wärmetauscher erzeugt werden müsse, sollten laut SVG in weniger bebauten Gebieten mit einem entsprechend geringeren Schadenrisiko an der Oberfläche realisiert werden.

Die geologischen und technologischen Erkenntnisse aus Basel müssten nun für die Weiterentwicklung der Erdwärmenutzung genutzt werden. Denn das Potenzial der Tiefengeothermie sei nach wie vor sehr gross und es müsse abgeklärt werden, inwieweit es technisch sicher und auch wirtschaftlich genutzt werden könne.

Geologe vor Basler Gericht

Die am vergangenen Donnerstag vorgestellte Risikoanalyse zum Basler Deep-Heat-Mining-Projekt zeigte, dass allein beim Anlagenbau mit weiteren schweren Erdbeben und Schäden von rund 40 Millionen Franken zu rechnen wäre. Während des Betriebs kämen Schäden von jährlich rund sechs Millionen Franken dazu.

Morgen Dienstag muss sich Markus Häring, der Geologe und Geschäftsführer der Firma Geothermal Explorers Ltd, vor dem Basler Strafgericht wegen den Erdbeben im Jahr 2006 mit Millionenschäden verantworten. (cpm/ap)

Erstellt: 14.12.2009, 14:10 Uhr

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Sonia Uhlmann ist keine typische Studentin. Dank Fernstudium hat sie den Master trotzdem geschafft.