Grösster Schweizer Windpark wird noch grösser

Nach neunjähriger Planung hat auf dem Mont-Crosin im Berner Jura der Ausbau des grössten Windparks der Schweiz begonnen. Für 52 Millionen Franken werden mit einem neuen Riesenkran acht weitere Windräder installiert.

Juralandschaft mit Windrädern: Auf dem Mont Crosin soll dereinst Strom für 12'000 Haushalte erzeugt werden.

Juralandschaft mit Windrädern: Auf dem Mont Crosin soll dereinst Strom für 12'000 Haushalte erzeugt werden.

Der Windpark der Juvent SA wird nach dem Ausbau aus total sechzehn Windturbinen bestehen und den Strombedarf von mehr als 12'000 Haushalten decken. Das teilt die Tochter des bernischen Energieunternehmens BKW mit. Die derzeit installierten Turbinen älterer Bauweise liefern Strom für 3000 Haushalte. Die Bauarbeiten beginnen mit dem Aushub und dem Betonieren der Fundamente. Im Sommer 2010 werden die 95 Meter hohen Türme angeliefert und montiert. Für die Montage kamen bisher Raupenkrane zum Einsatz. Auf dem Mont-Crosin wird nun laut der Juvent SA erstmals in der Schweiz ein neuer Riesenteleskopkran verwendet.

Dank diesem weltweit stärksten Kran können die Montageplätze in der Grösse halbiert werden, was die Umwelt schont. Zudem lässt sich die Montagezeit nahezu halbieren. Interessierte werden die Installation von einem gesicherten Beobachtungsraum aus verfolgen können.

Maximal 16 Turbinen werden installiert

Dem Ausbau des Windparks auf dem Mont-Crosin liegt der erste regionale Windrichtplan der Schweiz zu Grunde. Die Stimmbürger der vier Standortgemeinden genehmigten im Juni laut der Juvent SA praktisch oppositionslos die entsprechenden Zonenplanänderungen. Die Zonenpläne sehen vor, dass auf dem Mont-Crosin höchstens 16 Turbinen installiert werden dürfen. Mit den acht neuen Windrädern ist diese Zahl erreicht. (bru/vh/sda)

Erstellt: 11.08.2009, 14:16 Uhr

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14 KOMMENTARE

Peter Höinghaus

14.08.2009, 14:05 Uhr

Versaut die schönen Schweizer-Landschaften mit den unästhetischen Windparks möglichst schnell! Bevor dem Letzten klar wird, dass diese Einrichtungen den industriellen Strombedarf der CH nie abzudecken vermögen. Spätestens wenn die finale Diskussion um neue AKW's wieder auflebt, müssen die Dinge im Bau sein. Dann hat die Elektro- und Baulobby beides. Gut gepokert!


Bernhard Angermeister

12.08.2009, 12:03 Uhr

@Lea Wunderli: Lieber 476 Windis als einen Haufen Strahlenmüll. Überhaupt: Nur 476 Stk um ein ganzes AKW zu ersetzen? In Nord-D gibt’s tausende und keinen störts. @Rest: Vielleicht gibts in 50 Jahren DIE Alternativenergie und man kann Wind, Solar, Atom usw. shreddern. Aber bis dahin sollten wir Verantwortung für unsere Nachkommen übernehmen - und das ist mit Atomen definitiv nicht der Fall.


Lea Wunderli

12.08.2009, 00:55 Uhr

Lieber rechnen als reden: Um das kleinste AKW - also Mühleberg- mit allergrössten Windrädern (5MW) zu ersetzen braucht es 355MW:5MW = 71 Grosswindräder. Da Windräder in der CH nur eine zeitliche Voll-Verfügbarkeit von ca. 18 % haben, braucht es also 71 mal 6,7 = 476 Windräder der 5MW-Klasse um das ganze Jahr lang das AKW Mühleberg zu ersetzen. Ergo: Das ist somit ein unrealisierbares Projekt.


Heinz Conrad

11.08.2009, 23:49 Uhr

Was wollen eigentlich die Grünen? Atom Strom nein, Flusskraftwerke optimieren: nein, Windkraftwerke, nein. Woher beziehen die Grünen ihren Strom? Vom Hometrainer, oder doch von der Steckdose? Manchmal kommen mir die Grünen vor wie Schnittlauch: Aussen grün, innen hohl! janosch


Christof Erne

11.08.2009, 22:52 Uhr

Die Landschaftsschützer sind mit übertriebener Nostalgie und ständiger Opposition gegen ästhetisch elegante Windräder, Solarzellen an Hausern und Wasserkraft-Ausbauten kurzsichtig und nicht nachhaltig. Wer sich näher informiert weiss, dass durch fossile Energien und übernutztes Grundwasser Landschaften in aller Welt kaputt gehen. Wir brauchen jetzt eine ökologische Wende! Christof Erne, EVP, Bern


Aschi Oiram

11.08.2009, 20:27 Uhr

Wunderbar ästhetisch, so eine Reihe weisser Windräder, oder? Frau Teuscher der Grünen ist jedenfalls als BR-Kandidatin kein Thema mehr, wenn sie gegen Windstrom auf den Jurahöhen anrennt. Cleverer ist NR Brélaz von Lausanne, ein Mathematiker. Wer es mit nachhaltiger Energieproduktion ernst nimmt, muss nicht Standorte solcher Anlagen bekämpfen. Kein Hochmoor wird durch Masten und ein Kabel zerstört


Lukas Zürcher

11.08.2009, 19:56 Uhr

Teilweise erschrecken mich die Kommentare hier genauso wie "Der Kampf Teuschers gegen die Windturbinen". Liebe grüne: Entweder Alternativ-Energie oder Atomstrom, bitte wählen. Die grünen sind gegen Wasserkraft, gegen Windkraft gegen Atom- und Kohlestrom sowieso. Also woher soll der Strom kommen? Aus der Steckdose? Die grünen und denken... Windparks können durchaus ästhetisch sein, siehe Nord-DE.


Eugen Boller

11.08.2009, 18:00 Uhr

Schön und gut, ich bin auch für den Landschaftsschutz, aber noch viel mehr für erneuerbare Energie. Auf stationierte Atombomben verzichte ich jedoch gerne! Man kann eben nicht alles haben! Wenn es einen dann persönlich betrifft will, den jährlich steigenden Energieverbrauchszahlen zufolge, doch niemand wirklich Energie sparen oder gar Vezichte in Kauf nehmen... Kompromisse halt!


karl schelker

11.08.2009, 17:47 Uhr

Alle die gegen die Atomkraftwerke, Wasser oder Windkraftwerk sind, den sollte von Gesetzes wegen den Strom abschalten können.


Peter Grimm

11.08.2009, 15:11 Uhr

Die ästhetische Verschmutzung scheint kein Thema zu sein. Mich macht's traurig, dass immer weniger unversehrte Landschaften anzutreffen sind. Die Ausbeute aus Windkraftanlagen ist eh lächerlich klein, eine richtige Alibiübung für die Stromkonzerne, um grünen Strom anbieten zu können.


Gion Saram

11.08.2009, 14:37 Uhr

Lieber ein paar Windräder auf der Hügellandschaft als ein Atommüllendlager im Zürcher Unterland. Wenn wir irgendwann mal in der Schweiz weniger Strom brauchen können wir die Windräder einfach wieder abbrechen, der Atommüll bleibt uns aber für die nächsten 10'000 Jahre erhalten.


Dominik Ruf

11.08.2009, 13:08 Uhr

Alternativen zur Engeriegewinnung aus Atom- und Verbrennungsprozessen immer und gerne - doch Windräder verschandeln die Natur als Augenweide und nehmen uns die Imagination des Schönen.


Max Wartenberg

11.08.2009, 12:48 Uhr

52 Millionen für 9000 Haushalte sind auf den ersten Blick recht teuer. Wäre interessant zu wissen, nach wievielen Jahren die Turbinen ersetzt werden müssen, um sich eine Idee von der Nachhaltigkeit des Projektes zu bilden. Verunstalten die Landschaft noch schlimmer, als irgendwelche Seilbahnen.


Bernhard Angermeister

11.08.2009, 12:15 Uhr

12`000 Haushalte!!!?? Da soll mir noch einer daherkommen, und Alternativenergien in die "Jöö, härzig"-Ecke stellen. Ich sag nur: Geil. Endlich tut sich was! Und: lange Nase für die Atomlobby, bääääh.



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