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Häftlinge bedrohten Opfer via Facebook

Das Soziale Netzwerk Facebook hat auf Antrag der britischen Regierung die Profile von 30 inhaftierten Straftätern gelöscht.

Facebook macht es möglich, mit anderen Menschen in Kontakt zu bleiben. Auch für Häftlinge.

Facebook macht es möglich, mit anderen Menschen in Kontakt zu bleiben. Auch für Häftlinge.
Bild: Keystone

Die Kriminellen sassen zwar hinter Gittern, aber ihre Opfer fühlten sich weiter bedroht - über das Internet. Grundlage des Antrags auf Löschung der Profile waren mehrere Vorfälle, bei denen Häftlinge das soziale Netzwerk genutzt hatten, um Verbrechen zu organisieren oder andere Menschen zu verhöhnen.

Opfer von Verbrechen fordern von der britischen Regierung noch weitergehende Massnahmen. Die Organisation Families United, die von Angehörigen junger Mordopfer gegründet wurde, erklärte, wenn jemand wegen eines Verbrechens verurteilt wurde, dann verliere er seine bürgerlichen Freiheiten.

«Wir fordern, er sollte auch seine Cyber-Freiheiten verlieren», erklärte ein Sprecher der Gruppe, Gary Trowsdale. Er forderte Justizminister Jack Straw auf, die Regierung müsse in den Fällen vorgehen, in denen Opfer und ihre Familien über das Internet belästigt und verhöhnt würden.

In Grossbritannien dürfen Häftlinge Soziale Netzwerke wie Facebook eigentlich gar nicht nutzen. Fast allen Gefangenen ist der Zugang zum Internet verwehrt, mit Ausnahme von Bildungszwecken, wenn unter Aufsicht gesurft werden darf. Die Behörden räumen aber ein, dass einige Häftlinge ihre Websites über eingeschmuggelte Smartphones aktualisieren. (tan/ddp/)

Erstellt: 16.02.2010, 08:38 Uhr

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