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Ist das die Lösung aller Energieprobleme?

Die Sonne liefert genug Energie, um die ganze Welt damit zu versorgen. Allein an der Umsetzung fehlte es bisher. Jetzt winkt einem lange gehegten Traum die Umsetzung.

Die Raumfahrt nutzt die Sonnenenergie schon lange: ISS mit riesigen Sonnensegeln an ihren Enden.

Nasa

Die Idee ist nicht neu: Sonnenenergie im Weltall einsammeln und dann zur Erde schicken. Jetzt scheint die Vision Realität zu werden. Das kalifornische Energieversorgungsunernehmen Pacific Gas & Electric (PGE) hat angekündigt, eine Solarfarm (Solar Space Power SSP) im Weltraum zu errichten. Dabei soll eine 200 Megawatt starke Anlage entstehen. Damit könnten 60'000 Haushaltungen versorgt werden. Den Betrieb soll die Solarfarm im Weltall 2016 aufnehmen.

PGE kooperiert bei dem Projekt mit dem Startup-Unternehmen Solaren. Dieses zeichnet für den Bau verantwortlich. «Die SSP-Station wird das erste derartige System sein, das im Weltraum Solarenergie für die Nutzung auf der Erde gewinnt», zitiert das Branchenportal Cnet Solaren-Chef Gary Spirnak.

Sonnenenergie rund um die Uhr

Bislang wagte sich noch kein Unternehmen an die Umsetzung eines Sonnenkraftwerks im Weltraum. Das jetzt geplante Projekt sieht vor, Solarpaneele mit Satelliten in den Weltraum zu schicken, wo sie stets optimal zur Sonne ausgerichtet werden und Sonnenenergie gewinnen. Die Elektrizität wird an Bord des Satelliten in Hochfrequenz umgewandelt und auf diese Weise zur Erde geschickt. Der Empfänger stellt die Rückwandlung in elektrischen Strom sicher und speist diesen in das Netz ein.

Der Hauptvorteil der Solarfarm im Weltraum ist, dass Solarenergie rund um die Uhr gewonnen werden kann. «Selbst wenn es auf der Erde Nacht ist oder bewölktes Wetter herrscht, können die Solarsatelliten die Energiegewinnung zu 100 Prozent durchführen», streichen die Solaren-Entwickler hervor.

Teurer Materialtransport

Die Hürden auf dem Weg zum Solarkraftwerk im All sind allerdings gross: Der Transport von Nutzlast in die Umlaufbahn ist sehr teuer. Viele Raketenstarts sind erforderlich, nur um das erforderliche Material in den Orbit zu bringen.

Dem Preisproblem sind sich auch die Bauer des jetzt geplanten Projekts bewusst. «Wir haben Prototypen der SSP-Station konstruiert und zugleich ein Entwicklerprogramm ins Leben gerufen, um eine Kostenreduktion zu erreichen», sagt Spirnak.

Riesiges Potenzial

Befürworter der Solar Space Power-Technologie (SSP) glauben, sie habe das Potential, insgesamt mehr Energie zu erzeugen, als es mit fossilen Brennstoffen, Wind- und Atomkraft zusammen möglich ist. Zudem könne sie als unerschöpfliche Energiequelle die Abhängigkeit vom Öl verringern. Bis es soweit ist, wird allerdings noch einige Zeit vergehen. (cpm)

Erstellt: 16.04.2009, 11:08 Uhr

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