Mit dem schwebenden Bus gegen Stau und Smog

Chinesische Ingenieure zeigen die Zukunft des Pendelns und lassen dabei Hightechbusse auf Schienen über den Verkehr gleiten.

Ein TEB kann 40 herkömmliche Busse ersetzen: Das bei der Pekinger Hightech-Expo vorgestellte Miniaturmodell des neuen Tunnelbusses.

Ein TEB kann 40 herkömmliche Busse ersetzen: Das bei der Pekinger Hightech-Expo vorgestellte Miniaturmodell des neuen Tunnelbusses. Bild: Screenshot NewChina TV

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Eine chinesische Firma hat an der 19. Internationalen Hightechmesse in Peking eine Weltneuheit und technische Innovation der Zukunft vorgestellt. Wie die «Welt» berichtet, enthüllte sie die Miniaturversion eines sogenannten Transit-Explore-Busses oder TEB, der nicht mehr neben, sondern über die anderen Verkehrsteilnehmer gleitet.

Es ist dabei nicht erstaunlich, dass diese Erfindung aus China kommt, dem Staat der berüchtigt verstopften Strassen. China hat zudem die USA 2009 als Land mit der weltgrössten Automobilindustrie abgelöst. Peking hat besonders mit übermässiger Verkehrsbelastung und dem daraus resultierenden Smogproblem zu kämpfen. Dies soll durch den TEB gelöst werden: «Der grösste Vorteil ist dabei, dass der Bus eine Menge Strassenfläche einsparen wird», so Song Youzhou, Chefingenieur des Projekts, zu «Xinhua», Chinas offizieller Newsagentur.

Günstiger und schneller gebaut

Der Bus wird elektrisch betrieben und gleitet auf Schienen über zwei Spuren des regulären Verkehrs. Das Konzept des Tunnelbusses soll so als grüne Stau- und Smoglösung dienen. Bis zu 1400 Passagiere sollen so mit einer Geschwindigkeit von bis zu 60 Kilometern pro Stunde transportiert werden können, wie «Xinhua» schreibt. Ein TEB kann so 40 Passagierbusse ersetzen.

Unterirdische Staulösungen scheinen ausgedient zu haben. Der schwebende Bus ist nicht nur günstiger als der Ausbau des U-Bahnstreckennetzes, sondern kann auch in kürzerer Zeit eingesetzt werden. Ein Fahrzeug soll in nur einem Jahr realisiert werden können. Der Bau von U-Bahnen ist zudem laut «Xinhua» fünfmal teurer. Verglichen mit den Skytrains von Bangkok oder Vancouver fällt zudem die teure Infrastruktur von überirdischen Gleisen weg.

«Unser erster Testbus wird voraussichtlich Ende Juli oder August in der nordchinesischen Stadt Qinhuangdao auf Gleisen stehen», so Youzhou. Bei solchen Ankündigungen ist jedoch Vorsicht geboten. Laut «The Guardian» wurde bereits 2010 an derselben Expo ein Tunnelbus vorgestellt und ebenfalls Tests angekündigt. Diese haben jedoch nie stattgefunden. Ingenieur des damaligen Projekts war Song Youzhou. (sep)

Erstellt: 27.05.2016, 11:45 Uhr

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