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Rückschlag für Bertrand Piccard

Von Pia Wertheimer. Aktualisiert am 01.07.2010

Auf dem Flugplatz von Payerne rüsteten sich heute Bertrand Piccard und André Borschberg für den nächsten Meilenstein in ihrer Rekordjagd. Doch es gab Probleme.

Erläuterte die Probleme mit dem Transmitter: Bertrand Piccard (l.), in der Mitte Claude Nicollier.

Pia Wertheimer

Bertrand Piccard und André Borschberg mussten heute Morgen einen Rückschlag einstecken. Der für 8 Uhr geplante Flug ihres Solarfliegers konnte nicht stattfinden. Grund dafür war ein defekter Transmitter. Das 10 x 10 Zentimeter kleine schwarze Kästchen, liess den angesetzten Nachtflug scheitern.

Auch der Versuch ein von Deutschland per Taxi hergebrachtes Ersatzteil einzubauen scheiterte. «Der Ersatz ist mit unserem System nicht kompatibel», erklärte André Borschberg, der Solar Impulse heute hätte pilotieren sollen. Ohne diesen Transmitter sei das Flugzeug stumm, denn er übertrage sämtliche Daten aus dem Cockpit ins Kontrollzentrum.

Lange Gesichter

«Wir hätten uns einzig auf den Funk verlassen können.» Der Test sei sehr wichtig, darum wollte die Crew die mit diesem Ausfall verbundenen Risiken nicht in Kauf nehmen. «Wir hätten am Boden nicht beurteilen können, ob die gespeicherte Energie für die ganze Nacht ausreichen würde», fuhr Borschberg fort.

Die langen Gesichter von Piccards Mannschaft sprachen Bände. Borschberg: «Ich hatte mich auf diesen besonderen Flug vorbereitet und bin enttäuscht.» Solche Rückschläge gehörten aber zu solchen Abenteuern. «Wäre ich nicht bereit diese in Kauf zu nehmen, wäre ich bei diesem Projekt am falschen Ort.» (baz.ch/Newsnet)

Erstellt: 01.07.2010, 06:56 Uhr

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