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Starker Gegenwind macht US-Airlines Probleme

Aktualisiert am 13.01.2012 9 Kommentare

Höhenwinde blasen derzeit deutlich stärker als in den Jahren zuvor – mit Folgen für United-Continental und andere Airlines, die in die USA fliegen.

Probleme mit nur einem Flugzeugtyp: Eine Boeing 757 aus den Beständen der Airline United.

Probleme mit nur einem Flugzeugtyp: Eine Boeing 757 aus den Beständen der Airline United.
Bild: Bill Abbott / Wikipedia / Flickr

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Der sogenannte Jetstream hat in den vergangenen zwei Monaten dafür gesorgt, dass 43 von 1100 Flügen von United-Continental zum Flughafen Newark nahe New York und zum Dulles Airport in Washington umgeleitet werden mussten. Dies berichtet die Tageszeitung «USA Today». Weil die Tanks der Maschinen wegen des ungünstigen Windes schlicht leer waren, legten die Flugzeuge der Airline bereits dreimal so viele Zwischenstopps ein wie im gleichen Zeitraum des Jahres 2010.

Die Landungen fanden meist in Gander oder Goose Bay auf der Insel Neufundland statt, die zu Kanada gehört. Doch in einigen Fällen wurde auch der Flughafen von Boston im US-Bundesstaat Massachusetts genutzt. Die Tankstopps verlängerten die Flüge um bis zu 45 Minuten; zudem dürfte der Jetstream für weitere Verspätungen gesorgt haben. «Das sind die extremsten Winde, die wir in den vergangenen zehn Jahren erlebt haben», zitiert «USA Today» Megan McCarthy, Pressesprecherin von United-Continental.

Stärker als in vergangenen Jahren

Glaubt man den meteorologischen Aufzeichnungen der Fluggesellschaft, wehten die Winde in der Flughöhe seit 2001 im Durchschnitt mit einer Geschwindigkeit von 30 Knoten; das entspricht etwa 55 Stundenkilometern. Im vergangenen Monat lag dieser Wert laut der Sprecherin jedoch bei 87 Stundenkilometern. In der Spitze erreichten die Geschwindigkeiten an einigen Tagen über 110 km/h.

Von den unplanmässigen Zwischenlandungen waren ausschliesslich Maschinen des Typs Boeing 757 betroffen, von denen die Airline United, die 2010 mit Continental fusionierte, mehr als 90 Exemplare im Dienst hatte. Dieses Flugzeug wurde in den frühen Achtzigerjahren entwickelt, wird nicht mehr gebaut und hat eine kürzere Reichweite als beispielsweise die grössere Boeing 777.

Auch andere Fluggesellschaften betroffen

Neben United-Continental macht der starke Jetstream weiteren Airlines zu schaffen. US Airways musste im Dezember vier Flüge umleiten und im Januar zwei. Ein Sprecher von American Airlines bestätigte gegenüber der Zeitung ebenfalls, dass wegen der starken Winde einige Umleitungen nötig waren.

Jetstreams sind starke und relativ stabile Höhenwinde, die in der zivilen Luftfahrt systematisch ausgenutzt werden. Mit solchen Winden «im Rücken» kommen Passagierjets schneller voran und verbrauchen weniger Treibstoff. Flughöhen und Reiserouten werden deshalb routinemässig an diese Luftbewegungen angepasst. (raa)

Erstellt: 13.01.2012, 10:17 Uhr

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9 Kommentare

Daniel Wigger

13.01.2012, 13:52 Uhr
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Der Artikel erzeugt mehr Fragen als Antworten: Wieso soll der Gegenwind nur für US-Airlines gelten? Wieso nehmen die Flugzeuge nicht mehr Treibstoff mit? Wieso wissen die Piloten nicht bereits beim Start, wie stark der Wind ist (das wissen sie nämlich)?
Gruss
Daniel Wigger
(Airline-Pilot)
Antworten


oliver schmid

13.01.2012, 14:19 Uhr
Melden 8 Empfehlung

Kein Wunder bei den vielen Schrott Maschinen, welche in der USA herumfliegen. American Airline hat gerade seine Verspätumngen (schlechtese Airline der USA) mit dem Umstand erklärt, dass die Flotte so alt ist dass immer mehr unplanmässige Reparaturen anfallen..... Antworten



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