Wissen

Um schonendes Anhalten wird gebeten

Aktualisiert am 26.04.2010 22 Kommentare

Der britische Kosmologe Stephen Hawking hat erneut vor technisch überlegenen Zivilisationen aus dem Weltall gewarnt – und ihren womöglich erschreckenden Absichten.

1/10 Aussergewöhnlicher Sitznachbar: Dieser Ausserirdische stammt aus dem Film «The Last Starfighter» aus dem Jahr 1984.
AFP

Tintenfischartige, Herden von Pflanzenfressern und gelbe Räuber

   

In einer am Sonntag in den USA erstmals ausgestrahlten TV-Serie sagte Hawking nach Berichten britischer Medien, wenn Ausserirdische die Erde besuchen sollten, könne das etwa so sein, wie bei Kolumbus' Entdeckung Amerikas, «was für die eingeborenen Amerikaner nicht gut ausging». Weiter sagte der Physiker demnach: «Solche fortschrittlichen Aliens werden vielleicht Nomaden, die darauf aus sein könnten, was immer sie erreichen können zu erobern und zu kolonisieren.» Die neue TV-Serie trägt den Titel «Ins Universum mit Stephen Hawking».

Hinsichtlich der Möglichkeit ausserirdischen Lebens hat Hawking laut den Berichten mit mathematischer Wahrscheinlichkeit argumentiert: rein mathematisch betrachtet sei das Nachdenken über Ausserirdische «völlig rational», so der Physiker, «die wahre Herausforderung ist, zu berechnen, wie Aliens tatsächlich sein könnten.» In seiner Vorstellungswelt kommen glühende tintenfischartige Kreaturen, Herden von Pflanzenfressern und strahlend gelbe Räuber vor, die ihre Beute mit Stachelschwänzen töten, wie es in den Medienberichten hiess.

Traum und Albtraum der Menschheit

Die Sehnsucht nach Kontakten mit ausserirdischen Zivilisationen ist alt. Die 1972 und 1973 gestarteten US-Forschungssatelliten Pioneer 10 und 11 tragen Tafeln mit nackten Erdenbewohnern und Symbolen, die die Positionen der Erde und der Sonne übermitteln sollen. Voyager 1 und 2, die 1977 ins All geschossen wurden und mittlerweile am Rand des Sonnensystems unterwegs sind, haben jeweils eine vergoldete Phonogramm-Platte im Gepäck mit Erdgeräuschen und -Bildern.

Zuletzt nahmen die Versuche zu, mit Ausserirdischen in Kontakt zu treten – aber auch die Warnungen vor allzu sorglosem Umgang mit solchen All-Botschaften. Im Jahr 2008 beamte die Nasa den Beatles-Song «Across the Universe» ins All – als Friedensbotschaft an alle Ausserirdischen, die sich im Jahr 2439 zufällig am Polarstern aufhalten. 2006 schrieb die britische Fachzeitschrift «Nature»: «Es kann nicht unbedingt davon ausgegangen werden, dass alle ausserirdischen Zivilisationen gutartig sind – und sogar der Kontakt mit einer gutartigen könnte ernste Auswirkungen auf die Menschen hier auf der Erde haben.» (afp)

Erstellt: 26.04.2010, 10:10 Uhr

22

Kommentar schreiben







 Ausland



Verbleibende Anzahl Zeichen:

Mit dem Absenden des Kommentars erklärt sich der Leser mit nachfolgenden Bedingungen einverstanden: Die Redaktion behält sich vor, Kommentare nicht zu publizieren. Dies gilt insbesondere für ehrverletzende, rassistische, unsachliche, themenfremde Kommentare oder solche in Mundart oder Fremdsprachen. Kommentare mit Fantasienamen oder mit ganz offensichtlich falschen Namen werden ebenfalls nicht veröffentlicht. Über die Entscheide der Redaktion wird keine Korrespondenz geführt. Telefonische Auskünfte werden keine erteilt. Ihr Kommentar kann auch auf Google und anderen Suchseiten gefunden werden.

22 Kommentare

Samuel Zwicky

26.04.2010, 12:28 Uhr
Melden

...ist Stephen Hawking wirklich so intelligent wie allgemein behauptet wird? Antworten


hans scholl

26.04.2010, 12:02 Uhr
Melden

der beweis, dass es ausserirdisches INTELLIGENTES leben gibt, ist, dass noch niemand mit uns in kontakt getreten ist. Antworten



Populär auf Facebook Privatsphäre


Live @ Sunset

11. bis 22. Juli - Zürich Dolder u.a. mit B.B. King, Elton John und Alanis Morissette!

Familie, Beruf und Studium

Sonia Uhlmann ist keine typische Studentin. Dank Fernstudium hat sie den Master trotzdem geschafft.