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Video zeigt den abstürzenden Nasa-Satelliten

Aktualisiert am 22.09.2011 7 Kommentare

Neue Aufnahmen eines Hobby-Astronomen zeigen, wie der UARS-Satellit unkontrolliert durchs All fliegt. Morgen soll er auf die Erde krachen. Erst 20 Minuten vor dem Aufprall ist klar, wo die Trümmer einschlagen.

Zeigt den Satelliten über Nordfrankreich: Videoaufnahme vom 15. September. (Video: Youtube/BBC)

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Verglüht beim Absturz mehrheitlich: Der Upper Atmosphere Research Satellite (UARS) auf einer Archivaufnahme der Nasa. (Bild: Keystone )

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Die Nasa bereitet sich auf einen unkontrollierten Aufschlag des defekten Satelliten UARS auf die Erde vor. 26 Bruchstücke dürften morgen Freitag den Planeten treffen. Und ein französischer Astronom hat erste Bilder eingefangen, was auf die Erde zufliegt: Die rund einminütige Aufnahme zeigt ein grelles weisses Licht, das scheinbar unkontrolliert im Weltall rotiert. Für den Laien sieht es aus wie eine Wolke oder ein verglühender Komet im All.

Gemäss dem britischen Sender BBC hat der Pariser Theirry Legault das Video bereits am 15. September aufgenommen, als der Satellit über Nordfrankreich vorbeizog. Publiziert wurde es erst vor wenigen Stunden. Der UARS ist der grösste Satellit seit über 30 Jahren, der auf die Erde fällt. Er war 1991 von dem US-Spaceshuttle Discovery in den Orbit gebracht worden, um die obere Atmosphäre zu erforschen. Der Satellit beendete 2005 seinen Einsatz und wird nun mangels weiteren Treibstoffs auf die Erde stürzen.

Trümmer sind über 500 Kilo schwer

Nur wo, ist weiterhin unklar. «Es ist zu früh, um die Zeit und den Ort des Wiedereintritts festzulegen», teilte die Nasa mit. Nach Schätzung der Aerospace Corporation in Kalifornien soll der 20 Jahre alte Satellit am Freitagabend über dem Pazifik abstürzen, allerdings gibt es bei dieser Schätzung eine Schwankungsbreite von 14 Stunden. Bald solle es genauere Prognosen geben, hiess es von der Nasa. Allerdings kann sie erst 20 Minuten vor dem Einschlag den genauen Ort bestimmen.

Angesichts der Tatsache, dass 90 Prozent der Erde unbewohnt sind, liege die Wahrscheinlichkeit, dass Menschen von den Bruchstücken getroffen werden, bei nur 0,03 Prozent. Russland und auch Italien befürchten jedoch, dass die Trümmer des rund sechs Tonnen schweren Satelliten in ihrem Land einschlagen könnten. Die Teile, die beim Absturz nicht vollständig verglühen, sind nach bisherigen Berechnungen 532 Kilogramm schwer.

Nach Angaben des Nasa-Spezialisten für Weltraumschrott, Mark Matney, stürzt im Schnitt einmal pro Jahr ein Flugobjekt von der Grösse des UARS auf die Erde. Das bisher grösste abgestürzte Flugobjekt war demnach die sowjetische Raumstation Saljut 7, deren Bruchstücke 1991 auf eine Stadt in Argentinien fielen, ohne dass Menschen getroffen wurden. (miw)

Erstellt: 22.09.2011, 12:27 Uhr

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7 Kommentare

Gianin May

22.09.2011, 16:57 Uhr
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Ja da werden u.U. grosse Kosten auf die Nasa zukommen. Da sie keine Raketen mehr raufschicken, sollte für Entschädigungen genügend Geld vorhanden sein. Antworten


Beat Zahnd

22.09.2011, 19:16 Uhr
Melden 3 Empfehlung

Die Russen und Italiener sind lustig. Der Satellit hat einen Orbit mit 0° Inklination auf einer ursprünglichen Höhe von 575 km. Somit kann er 1. nur beim Äquator runterkommen und 2. kann das momentan noch überall rund um die Erde sein, da das Eintrittsfenster eine Unsicherheit von 14 Stunden hat und er während dieser Zeit mehrere Erdumdrehungen macht. Antworten



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