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Vogel legt Cern lahm

Aktualisiert am 09.11.2009

Das hochkomplexe Cern erlitt durch einen sehr simplen Zwischenfall einen Kurzschluss.

Markanter Zwischenfall durch ein kleines Tier erlitten: Cern.

Markanter Zwischenfall durch ein kleines Tier erlitten: Cern.
Bild: Keystone

Von einem Vogel fallengelassene Brotkrümel haben beim Teilchenbeschleuniger des Cern in Genf einen Kurzschluss ausgelöst. Der Vorfall ereignete sich bereits am Dienstag vergangener Woche, wie das Cern am Montag mitteilte. Die Baguettekrümel verursachten den Kurzschluss demnach bei einer externen elektrischen Anlage, die Teile des Large-Hadron-Collider (LHC) mit Strom versorgt. Wegen des Kurzschlusses sei auch ein Teil des Kühlsystems des LHC unterbrochen worden, sagte eine Cern-Sprecherin.

Dadurch sei es zu einer leichten Erwärmung von der absoluten Tiefsttemperatur (minus 273 Grad Celsius) auf minus 268 Grad Celsius gekommen. Wenige Stunden nach dem Vorfall habe sich die Lage aber wieder normalisiert, die Störung sei nicht gravierend gewesen.

Kühlung ist wichtig

Derzeit wird der Teilchenbeschleuniger für einen Start Mitte November vorbereitet, die Kühlung ist dafür eine wesentliche Voraussetzung. Der LHC musste im Herbst vergangenen Jahres kurz nach der Inbetriebnahme wegen gravierender Pannen abgestellt werden.

Mit dem LHC sollen wissenschaftliche Rätsel zur Entstehung des Universums und Struktur der Materie gelöst werden. Dabei werden hochenergetische Teilchen in einer 27 Kilometer langen Ringröhre bis nahe an die Lichtgeschwindigkeit beschleunigt, um sie dann aufeinanderprallen zu lassen. (sam/sda)

Erstellt: 09.11.2009, 12:41 Uhr

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