Ben Khalifa? Oder doch Bunjaku?

Von Thomas Schifferle, Crans-Montana. Aktualisiert am 27.05.2010

Nationalmannschaftscoach Ottmar Hitzfeld entscheidet sich heute, wer Marco Streller in Südafrika vertreten wird.

Doch noch nach Südafrika? Die Chancen von Nassim Ben Khalifa (l.) und Albert Bunjaku auf eine WM-Teilnahme sind nach dem Out von Marco Streller stark gestiegen.

Doch noch nach Südafrika? Die Chancen von Nassim Ben Khalifa (l.) und Albert Bunjaku auf eine WM-Teilnahme sind nach dem Out von Marco Streller stark gestiegen.
Bild: Keystone

Umfrage

Wer soll Marco Streller ersetzen?

Nassim Ben Khalifa

 
66.4%

Albert Bunjaku

 
33.6%

873 Stimmen


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38 Spieler setzte Ottmar Hitzfeld bis heute im Nationalteam ein, darunter waren einige Debütanten, zuletzt im März Shaqiri, Chiumiento und Rossini. Nach dem Ausfall von Marco Streller steht Hitzfeld nun vor der Frage, mit welchem Angreifer er den frei gewordenen Platz besetzen will: mit Albert Bunjaku oder mit Nassim Ben Khalifa?

Bunjaku ist ein Spätberufener, der schon 26 war, als er im November gegen Norwegen sein erstes Länderspiel bestritt. Im März gegen Uruguay stand er eine Halbzeit lang im Einsatz. Für Nürnberg schoss er letzte Saison fast 40 Prozent aller Tore, 12 in 28 Spielen. Ben Khalifa ist das Talent, das im Spätherbst mit seinen Toren zum WM-Titel der Schweizer U-17 beitrug. 18 wurde er im Januar, als er sich entschied, auf die neue Saison hin für 2,2 Millionen Franken von GC nach Wolfsburg zu wechseln. In Zürich wuchs er im Frühjahr an seiner Rolle als Sturmspitze und beendete die Saison immerhin mit 8 Treffern. Gestern gab er seinen Einstand bei der U-21, beim 0:2 in der EM-Qualifikation gegen die Türkei.

Das Zeichen an die Jugend

Also Bunjaku oder Ben Khalifa? Dass er Ben Khalifa zumindest auf Pikett für die WM gesetzt hat, versteht Hitzfeld als «Zeichen an die Jugend» im Land, als Zeichen, dass sich Leistung lohnt. Sollte er sich heute wirklich auf Ben Khalifa festlegen, um neben Frei, Nkufo und Derdiyok einen vierten Stürmer im Kader zu haben, hätte das zusätzlich eine politische Note. Denn Ben Khalifa ist auch vom tunesischen Verband umworben. Ein Einsatz in Südafrika würde ihn dauerhaft an die Schweiz binden. (Tages-Anzeiger)

Erstellt: 27.05.2010, 08:04 Uhr




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