WM 2010
Die Lichtgestalt
Von Thomas Niggl. Aktualisiert am 17.06.2010 24 Kommentare
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Als Johann Vogel am 8. März 2008 sein 30. Wiegenfest feierte, klingelte in seiner Wohnung in Sevilla das Handy. Der damalige Nationalcoach Köbi Kuhn hatte ihm allerdings nicht zum Geburtstag gratuliert, sondern ihm das Aus in der Nationalmannschaft mitgeteilt. Der Mittelfeldstratege wurde aussortiert. Und das nach 94 Länderspielen. Der damalige Captain war nicht nur verblüfft, sondern auch entsetzt. In seinem grenzenlosen Frust soll er Kuhn sogar Prügel angedroht haben. «Ich setz' mich gleich ins Flugzeug und tätsch der eis», soll er gesagt haben.
Vogel, der inzwischen seinen Rücktritt erklärt hat, ist zurzeit kompetenter Experte beim Schweizer Fernsehen. In seiner ersten Studiosendung erklärte er, er habe bis heute von Kuhn keine Erklärung erhalten, weshalb er damals aussortiert wurde. Vogel hatte für die Schweiz an der Europameisterschaft 2004 und Portugal und an der Weltmeisterschaft 2006 in Deutschland teilgenommen.
«Hitzfeld ist der komplette Trainer»
Trotz seinem traurigen Abgang, ist er ein grosser Anhänger der Schweizer Fussball-Nationalmannschaft geblieben. Auch Vogel war von der Leistung der Schweizer gegen Spanien hell begeistert. Er überschüttete Kuhns Nachfolger Ottmar Hitzfeld geradezu mit Lob. Er schaute zur Studiodecke und liess seinen Emotionen freien Lauf. «Ottmar Hitzfeld ist für den Schweizer Fussball ein Geschenk des Himmels», sagte Vogel. Seine immense Erfahrung sei für die Spieler Gold wert. Hitzfeld sei taktisch ein Meister seines Fachs.
Im Studio sass auch der ehemalige Schweizer Nationaltrainer Rolf Fringer als Experte. «Für mich ist Ottmar Hitzfeld der komplette Trainer», urteilt Fringer, der einst mit der Nationalmannschaft in der Qualifikation zur Weltmeisterschaft für Frankreich 1998 kläglich gescheitert war. Fringer, der mit dem FC Luzern wieder auf der Erfolgsspur ist, hob auch die menschlichen Qualitäten Hitzfelds hervor.
«Er hat die Mannschaft hervorragend eingestellt»
«Das war ein Tag, an dem alles passte», sagte GC-Trainer Ciri Sforza im «Tages-Anzeiger». Grossartig sei Torhüter Diego Benaglio gewesen, der auf die Verteidiger eine unglaubliche Ruhe ausgestrahlt habe. «Es war ein beherzter und leidenschaftlicher Auftritt», lobte Christian Gross, der Trainer des VfB Stuttgart. Hitzfeld habe sich für eine mutige Aufstellung entschieden und die Mannschaft hervorragend eingestellt. Von einem historischen Tag spricht Basels Double-Gewinner-Trainer Thorsten Fink. «Ich ziehe den Hut, sensationell.» (baz.ch/Newsnet)
Erstellt: 17.06.2010, 11:17 Uhr
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24 Kommentare
Lichtgestalt?Da wird sich der gute Hitzfeld aber freuen, mit einem Heiligenschein versehen,als Lichtgestalt und als Geschenk des Himmels vergöttert zu werden.Da verblasst doch unser guter Hirte in Rom. Man sollte die Garde in Rom abziehen um den neuen Heiligen zu beschützen, falls die nächsten Spiele nicht so gut verlaufen und der Weltmeistertitel verpasst würde. Dennoch, ein Erfolg ist´s allemal. Antworten







