WM 2010
Schweizer Nati: Ein Heer von Untauglichen
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Nur 2 Stammspieler von Ottmar Hitzfelds WM-Auswahl haben die RS absolviert: Alex Frei und Stéphane Grichting. Recherchen der Zeitung «Sonntag» zeigen, dass die Nati ein «Heer von Untauglichen» ist. Der Fussballer des Jahres etwa, FCB-Star Benjamin Huggel, ist wegen Rückenproblemen dienstuntauglich.
Andere Spieler machen Sehstörungen geltend, und gemäss Recherchen soll sich sogar ein «Schlafwandler» unter den Untauglichen befinden. Berücksichtigt man zudem die Ersatzspieler, zeigt sich: Von allen 23 für Südafrika nominierten Spielern haben nur 6 Militärerfahrung.
Wegkommen ist kein Problem
Bernard Challandes, neuer FC-Sion-Trainer und zuvor beim FCZ und der U21-Nationalmannschaft, sagt gegenüber dem «Sonntag»: «Nach meiner Erfahrung ist es für einen jungen Fussballer kein Problem, vom Militär wegzukommen. Wenn einer nicht will, findet er eine Lösung.»
Dem widerspricht der Chef des militärärztlichen Dienstes Franz Frey: «Wir haben die Direktive, keine Sonderbehandlungen zu machen - und handeln entsprechend.» Bürgerliche Sicherheitspolitiker kritisieren den mangelnden Wehrwillen der Nati-Stars.
Wintersportler eher tauglich
Der St. Galler CVP-Nationalrat Jakob Büchler, Präsident der sicherheitspolitischen Kommission (SiK), sagt: «Ich frage mich schon, warum diese Fussballer ihr grosses sportliches Können nicht auch fürs Vaterland einsetzen.» In anderen Sportarten sei dies möglich: «Skifahrer Carlo Janka und Skispringer Simon Ammann haben beide die Spitzensport-RS besucht - und sind danach Weltmeister geworden, haben Olympia-Gold geholt und den Gesamtweltcup gewonnen.»
Erstellt: 29.05.2010, 23:18 Uhr







