WM 2010
Schweizer mit Bayern-Dusel
Von Sascha Rhyner, Durban. Aktualisiert am 16.06.2010 8 Kommentare
Es war die perfekte Leistung zum perfekten Auftakt. Und mit ein bisschen Glück. Der Mann hat einen Plan, hatte ich meinen Kollegen schon in Crans-Montana während der WM-Vorbereitung gesagt. Hatte sie damit schon fast genervt. Ich war mir dann aber nach dem sehr durchzogenen Auftritt gegen Costa Rica auch nicht mehr ganz sicher. Weniger des Planes wegen, vielmehr kamen Zweifel an der Umsetzbarkeit auf.
Das Spiel gegen Spanien zeigt nun, warum Hitzfeld am Ende des Trainingslagers im Wallis wieder gelöster war. Er wusste – oder ahnte zumindest –, dass sein Team auf dem richtigen Weg war. Der Erfoglstrainer wich auch nicht von seinem Konzept ab, als sich mit Frei und Behrami zwei vermeintlich unersetzbare Schlüsselspieler verletzten.
Der Schweizer Riegel, mit dem das Nationalteam unter Karl Rappan einst seine grössten Erfolge (1938 mit dem Sieg gegen Grossdeutschland und 1954 bei der Heim-WM gegen Italien) feierte, erlebte in Durban quasi seine Renaissance. Die Schweizer liessen die Spanier in der ungefährlichen Zone gewähren, verteidigten den eigenen Strafraum wie ein Réduit und zwangen die Spanier zum Spiel über die Flügel.
Vorne vertraute Hitzfeld auf Blaise Nkufo, dem schon seit über einem Jahr kein Treffer im Nationalteam mehr gelungen ist, und auf Eren Derdiyok, dem die schwierige Aufgabe zukam, Captain Frei zu ersetzen. Er löste sie mit Bravour. Vor dem Tor von Gelson Fernandes warf er sich heldenhaft in den Zweikampf mit Iker Casillas.
Und auf der anderen Seite des Platzes nutzte Diego Benaglio die Gelegenheit, sich das Prädikat Weltklasse zu verdienen. Am Ende gehörte sicher auch ein bisschen Glück dazu, wie zum Beispiel beim Lattenhammer von Xabi Alonso. Aber für das ist ja Ottmar Hitzfeld auch Trainer, damit vielleicht eben auch ein bisschen von diesem Bayern-Dusel für die Schweiz abfällt. (baz.ch/Newsnet)
Erstellt: 16.06.2010, 21:06 Uhr
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8 Kommentare
Man muss eben im Rahmen seiner Möglichkeiten das beste rausholen und das hat die Schweiz gemacht . 1:0 ist am Ende eben ein Sieg. Und wenn man keine genialen Wunderstürmer hat ist die Verteidigung und der Torwart besonders wichtig. Ich glaube die Schweiz hat sich immer unter Wert verkauft, als kleines Land hat man zwar weniger Fussballtalente als die grossen aber genauso 11 Mann auf dem Feld. Antworten
Auch wenn es über weite Strecken eine Abwehrschlacht war, bin ich doch stoltz auf die Leistung der Hitzfeldtruppe. Als Auslandschweizer, wohnhaft in Chile, freue ich mich jetzt natürlich riesig auf die Partie vom nächsten Montag gegen Chile. Ich hoffe sehr, dass ich dann auch wieder jubeln darf! Hopp Schwiiiz!! Antworten







