WM 2010

So will Hitzfeld die Torflaute beheben

Von Sascha Rhyner, Sitten. Aktualisiert am 02.06.2010 54 Kommentare

Ein Tor in den letzten vier Spielen und das war ein Penalty gegen Uruguay. Die Ausbeute der Schweizer Offensive gibt vor der WM zu Sorgen Anlass. Dennoch sieht Ottmar Hitzfeld Fortschritte.

Einen guten Beginn und eine turbulente Schlussphase bot die Schweiz gegen Costa Rica – dazwischen mehrheitlich Leerlauf, was die Zuschauer mit Pfiffen quittierten. Ottmar Hitzfeld nahm diese zur Kenntnis. «Wir müssen besser spielen, dann gibt es auch keine Pfiffe», so die Erkenntnis des Nationaltrainers. Allerdings sah er den Auftritt seines Teams nicht so negativ wie die rund 12'000 Zuschauer im Sittener Tourbillon. «Manche Zuschauer pfeifen schneller. Hier im Wallis ist das offensichtlich der Fall. Das war schade, weil die Mannschaft hart arbeitete», sagte Hitzfeld.

Es war aber auch Hitzfeld nicht entgangen, dass offensiv wenig zusammenlief. «Wenn man müde ist, dann ist es immer einfacher zu verteidigen», erklärte er auf eine Frage von baz.ch/Newsnet. «Vor dem Tor ist die Schnelligkeit ausschlaggebend», führte der Deutsche aus. «Wir kamen am Ende aber noch zu einigen Chancen. Das ist für mich als Trainer wichtig, dass wir zu Chancen kommen. Wir hatten Spiele wie gegen Uruguay, wo wir kaum Torchancen hatten. So gesehen ist das ein Fortschritt», so Hitzfeld.

«Frei wird wieder weiter vorne spielen»

Zum dritten Mal in nun vier Länderspielen blieb die Schweiz vor eigenem Publikum ohne eigenen Treffer. Gleich lange wartet die SFV-Auswahl auch auf einen Sieg. Das Selbstvertrauen auch der Stürmer leide darunter aber nicht. «Sie haben ja in der Meisterschaft regelmässig getroffen. Das gibt auch Selbstvertrauen», erklärte der Schweizer Nationaltrainer. «Aber wir haben zu wenig Tore erzielt, weil wir auch viel getestet haben. Die Mannschaft muss sich zuerst finden», so Hitzfeld weiter. «Ich bin überzeugt, dass wir in Südafrika und auch schon gegen Italien wieder Tore schiessen werden.»

Zufrieden war der Coach mit dem Comeback von Alex Frei, der erstmals seit seinem Armbruch wieder 90 Minuten gespielt hat. «Er hat den Rhythmus natürlich noch nicht ganz, aber er war der grosse Antreiber in unserem Spiel», lobte Hitzfeld seinen Captain. «Manchmal liess er sich noch etwas zu weit zurückfallen», hatte auch der Trainer bemerkt. Bis zum WM-Start werde dies noch justiert. «Dann wird er wieder weiter vorne spielen», verspricht Hitzfeld. (baz.ch/Newsnet)

Erstellt: 02.06.2010, 10:58 Uhr

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54 Kommentare

Norbert Rufer

02.06.2010, 11:36 Uhr
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@A.Lenz. In den 2 Jahren, in denen Herr Hitzfeld "herumgepröbelt" hat, ist ihm immerhin die Qualifikation zur WM-Endrunde gelungen. Antworten


Marco Kircher

02.06.2010, 08:50 Uhr
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Schweizer Nati, einfach nur noch peinlich! Ich war und bin mehr denn je davon überzeugt, dass die Schweiz sowohl gegen Spanien als auch gegen Chile unter geht wie die Titanic. Nach dem gestrigen Auftritt, Müdigkeit hin oder her (andere Nationen trainieren auch hart und gewinnen trotzdem gegen Costa Rica), befürchte ich nun sogar ein gänzlich siegloses Turnier für die Schweiz. Schade, schade! Antworten