WM 2010
«Verliert Deutschland, tritt Löw zurück»
Von Thomas Niggl. Aktualisiert am 23.06.2010
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Ein Ausscheiden in der Vorrunde hätte für Deutschland jedenfalls eine historische Dimension. Noch nie ist ein deutsches Nationalteam an einer Weltmeisterschaft bereits in der Gruppenphase ausgeschieden.
ARD-Experte Günter Netzer glaubt nicht, dass nach einer Pleite gegen Ghana Köpfe rollen. Er ist sich aber sicher, dass einer den Dienst von selber quittieren wird. Teamchef Jogi Löw. «Ein vorzeitiges Ausscheiden wäre für den deutschen Fussball ganz schlimm, er wäre eine Katastrophe», sagt Netzer gegenüberbaz.ch/Newsnet. Dann würde Löw von sich aus die Konsequenzen ziehen, glaubt Netzer, der mit dem dreifachen Titelträger Deutschland 1974 im eigenen Land Weltmeister wurde.
«Löw würde sich dann als gescheiterter Trainer fühlen und ein Ausscheiden als eine persönliche Niederlage sehen», glaubt Netzer. Das würde er mit seinem Rücktritt dokumentieren, prophezeit Netzer. Das entspräche auch dem Charakter von Löw, der ein äusserst selbstkritischer und ehrgeiziger Mensch sei.
«Dann geht auch die Akzeptanz in der Bevölkerung verloren»
«Löw wäre sich nach einem Ausscheiden auch bewusst, dass ihm die Akzeptanz in der Bevölkerung nicht mehr garantiert wäre», mutmasst Netzer. Löw werde bei einer Niederlage aber nicht gleich nach dem Schlusspfiff seinen Rücktritt erklären. «So was macht er nicht». sagt Netzer. Löw werde seinen Rücktritt nach einem allfälligen Ausscheiden sachlich und ohne grosse Emotionen bekannt geben. (baz.ch/Newsnet)
Erstellt: 23.06.2010, 15:29 Uhr






