Absturz bei Kurt Aeschbacher

Von Hildegard Schwaninger. Aktualisiert am 14.12.2009

Kurt Aeschbachers verschlampt im vorweihnächtlichen Rummel einen Termin. Barbara Ludwig, frühere Flughafengefängnis-Direktorin, rettet aber die Situation.

Kurt Aeschbacher.

Kurt Aeschbacher.

Barbara Ludwig.

Barbara Ludwig.

Matthias Ackeret.

Matthias Ackeret.

Wolfgang Fasching.

Wolfgang Fasching.

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Notizen zu Namen




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Ist Fernsehstar Kurt Aeschbacher im Vorweihnachts-Stress? Jedenfalls widerfuhr ihm ein Missgeschick, das den Gästen seiner TV-Shows auf keinen Fall passieren darf. Er vergass einen Termin! Erschien nicht zur Talkshow, wo er als Stargast eingeladen war.

Im Hard One, der Club-Bar-Lounge an der Hardstrasse, finden monatlich Netzwerkanlässe für Topmanager statt. Hochkarätige Talkgäste werden von Matthias Ackeret interviewt. Christoph Blocher, Thomas Borer, Reto Brennwald und Jürg Marquard waren schon da. Auf Kurt Aeschbacher wartete man vergebens. Club-Chef Helmut J. Koch versuchte fast eine Stunde lang verzweifelt, Aeschbacher zu finden. Da kam Hilfe aus dem Publikum. Dort sass Dr. Barbara Ludwig, früher Flughafengefängnis-Direktorin in Zürich, heute Chefin Armee und Justiz in Luzern. Sie sprang spontan ein. Aeschbacher war die Sache unendlich peinlich. Sein Computer ist abgestürzt. Und damit seine sämtlichen Daten verschlungen! Ab jetzt führt der erklärte Elektronik-Freak wieder eine handschriftliche Agenda.

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Was für ein Luxus, einmal zwei Tage aus dem Vorweihnachtsstress auszubrechen und zum Ski-Opening in die Berge zu reisen! Zu verdanken ist dies dem Salzburger PR-Mann Karl Auer der eine Gruppe von Journalisten aus Polen, Ungarn, der Schweiz und Liechtenstein auf den Arlberg lud, um ihnen die Schönheiten dieser Gegend zu zeigen. Man stieg im Gasthof Post in Lech am Arlberg ab, einer der schönsten und teuersten Luxusherbergen Oesterreichs, legendär, weil dort seit Jahrzehnten die holländische Königsfamilie ihre Ferien verbringt. Was macht die Einzigartigkeit dieses Hotels, das sich trotz des fünf-Sterne-Status nach wie vor Gasthof nennt, aus? Dass dem Personal, gewohnt an den Umgang mit Königlichen Hoheiten, die guten Manieren so in Fleisch und Blut übergegangen sind, dass sie jeden Gast wie einen König behandeln!

Der Gasthof Post, seit 70 Jahren im Besitz der Familie Florian Moosbrugger, hat 37 Suiten. Wir wohnten in der Fürstensuite (so gross wie eine 4000-Franken-Monatsmiete-Wohnung auf dem Zürichberg). Im ganzen Haus hängen Hirschgeweihe und Jagdtrophäen, Essen und Frühstücksbüffet sind hervorragend, der Swimmingpool ist gross, die Sauna- und Spaanlage wird auf kommenden Winter total erneuert. Die Post ist über Weihnachten/Neujahr mehrfach überbucht, in der Ski-Opening-Woche trifft man hier viele Schweizer.

Karl Auer, ein grossgewachsener, leicht grau melierter Adonis, bemüht sich immer, seinen Gästen mehr zu bieten als Essen und Schlafen. Einmal brachte er zu einer Pressereise einen Motivationstrainer mit, den Extremsportler Wolfgang Fasching, der mit seinem Fahrrad den Race-across-America gewonnen hat. Heute, wo Krisenzeit ist und die Sinnsuche boomt, hatte er einen Mönch im Schlepptau. Nicht einen Tibetaner in safrangelber Kutte, die zurzeit in Mode sind, sondern Pater Karl Wallner vom Stift Heiligenkreuz. Das ist das Zisterzienserkloster in der Nähe von Wien, wo die singenden Mönche leben, die mit ihren Gregorianischen Chorälen «Chants – Beauty for Paradise» die Popcharts stürmten.

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Das Kloster kam auch zu Ruhm, weil Regisseur Florian von Henkel-Donnersmarck sich dorthin zurückzog, um das Drehbuch für seinen Film «Das Leben der Anderen» zu schreiben, für den er den Oscar bekam. Abt Gregor ist sein Onkel. Pater Karl ist 47, umtriebig, man kennt ihn vom Fernsehen, weil er bei Thomas Gottschalk in «Wetten, dass…» auftrat, zurzeit wirbt er für seine Bücher: «Wer glaubt, wird selig» (Lübbe-Verlag) und ein Sachbuch über Gregorianische Gesänge. Skifahren kann der Gelehrte, der Rektor der Philosophischen Hochschule Heiligenkreuz ist, auch. Obwohl er fünf Jahre nicht auf Skiern stand, donnerte er allen davon. Warum fährt er so selten? «Ich verdiene im Monat 240 Euro. Das Geld brauche ich für Bücher.»

(Tages-Anzeiger)

Erstellt: 14.12.2009, 09:37 Uhr