Stadtpräsidentin Mauch gibt sich die Ehre
Von Hildegard Schwaninger. Aktualisiert am 09.11.2009
Horst Petermann
Max Wiener
Corine Mauch
Markus Notter
Sandra Studer
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Notizen zu Namen
Notizen zu Namen. Die wöchentliche Gesellschaftskolumne der Jahrespublikation «WW Who is Who in Zürich» entsteht in einer Medienpartnerschaft mit dem TA. Herausgeber ist Eugen Baumgartner.
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Das Geld sitzt den Leuten auch nicht mehr so locker wie früher! Wer heute versucht, für Charity Geld aufzutreiben, hat es schwerer als auch schon. Erstens Finanzkrise, und zweitens viel zu viele Anlässe!
Wer sich entschied, zum Herbstfest der Musik in die Hochschule der Künste an der Florhofgasse zu gehen, tat keinen schlechten Griff. Das Ticket 500 Franken, geboten wurde viel. Allein, dass Horst Petermann von der Kunststube Küsnacht kochte (superb der Tafelspitz mit Spinat), war ein sicherer Wert. Für OK-Präsident Max Wiener eine Krönung, dass Stadtpräsidentin Corine Mauch höchstpersönlich auftauchte. Er kennt sie von der Europride.
Ständerätin Verena Diener war mit dem Arzt Max Lenz da, mit dem sie neuerdings verheiratet ist. Sass neben Juwelenhändler Harry Hofmann, der seit drei Jahren mit Gian Paolo Amsler verheiratet ist. Thomas Wagner, Präsident des Freundeskreises Musik, kam für das Fest extra früher aus Kunming zurück. Er brachte Max Wiener einen Schnaps aus China mit. Unvorstellbar, dass der stets auf sein gutes Aussehen bedachte Wiener Schnaps trinkt!
Ansonsten gehörte der Abend der musizierenden Jugend, für die hier gesammelt wurde. Viele Studenten haben keine so leichte Ausgangslage wie die jungen Menschen bei uns. Sie kommen zum Teil aus Ländern und Verhältnissen, dass sie sich das Leben in der Schweiz schwer leisten können. Wohnen, Essen - alles teuer; Frack, Instrumente, vielleicht einmal eine Reise, um sich bei einem Orchester vorzustellen, wo man ein Engagement kriegen könnte – unerschwinglich. Für diese Kosten kamen letztes Mal 100'000 Franken zusammen (das Herbstfest fand heuer zum dritten Mal statt). Die jungen Talente bedankten sich mit einem Konzert, das locker, fröhlich, ergreifend schön war.
Hätte Regierungsrat Markus Notter nicht auch noch das Wort ergreifen müssen – er redete viel zu lange und sagte nichts Neues –, wäre das Programm perfekt gewesen. Alle halfen tatkräftig mit. Daniel Fueter, ehemaliger Rektor der Musikhochschule, machte den Bühnenumbau, schleppte Sessel und Notenständer, dann band er sich eine Schürze um und half in der Küche. Das Abendessen servierten die Studenten.
Unter den Gästen: Akris-Besitzer Albert Kriemler, Diogenes Verleger Ruedi Bettschart (spendierte den Aperitif), Jens Jacobs (Jacobs Museum) am Tisch mit Benedickt Brenninkmeijer (C&A), Stadtrat Martin Vollenwyder, Jazz-Grösse George Gruntz, Multi-Künstler Dieter «Yello» Meier (sang ein selbstverfasstes Lied, eine Art Udo Jürgens-Parodie), Sandra Studer (moderierte, im himbeerroten Kleid, den Abend), Zeichner René Fehr mit Ehefrau Zita (sind seit bald 40 Jahren verheiratet und sehen sich immer ähnlicher). Fazit: Gelungener Abend, aber alle froh, dass Fest nur alle zwei Jahre stattfindet, weil es eine Heidenarbeit war, das so hinzukriegen!
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Auch das Fotomuseum Winterthur, 15 Jahre alt und höchstes internationales Renommée, braucht Geld. Also wurde ein Abend organisiert, um neue Patrons und Gönner(innen) zu bewerben. Beate Eckhardt, Präsidentin des Gönnervereins, war recht offensiv, erklärte der illustren Gästeschar, sie habe es auf ihr Portemonnaie abgesehen. Resultat des Abend: 25'000 Franken; man war zufrieden. Eine Gönnerschaft kostet immerhin 1000 Franken, Patenschaft 5'000 im Jahr (der aus London angereiste Finanzunternehmer Patrick Treuer, Sohn der Rheumatologin Elisabeth Treuer, kaufte eine). Andere wollten sich das noch überlegen, steckten aber diskret den Einzahlungsschein ein.
Ein liebevoll organisierter Abend: Führung durch die Ausstellung «Karaoke», reiches Büffet (Bündnerfleisch, Früchte, Vacherin), Filmregisseur und Sammler Thomas Koerfer anwesend, er ist Präsident des Stiftungsrats. Gespräch Urs Stahel, Direktor Fotomuseum, mit Künstler Thomas Galler und Verleger Michael Ringier über das Kunst Sammeln. Fazit: «Ein Sammler hat nie genügend Geld. Für jedes Bild, das er kauft, muss er auf ein anderes verzichten.» (Tages-Anzeiger)
Erstellt: 09.11.2009, 10:15 Uhr

