Mann aus der Schweiz ruft zum Mord an Erdogan auf

Die Türkei bittet die Schweiz um rechtliche Unterstützung - der Entscheid ist noch offen.

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Aufrufe zur Gewalt werden in der Schweiz sowie in der Türkei als Straftaten behandelt. Was passiert, wenn ein Mann aus der Schweiz auf einer Social-Media-Plattform zur Tötung Recep Tayyip Erdogans aufruft? Mit dieser Frage muss sich nun das Bundesamt für Justiz beschäftigen, wie die «NZZ am Sonntag» schreibt.

Die Türkei bittet die Schweiz in dem Fall dieses Mannes, sie bei den Ermittlungen zu unterstützen. Laut Ingrid Ryser, Sprecherin des zuständigen Bundesamts für Justiz, sei ein entsprechendes Rechtshilfeersuchen am 3. Juli eingegangen.

Es ist bereits das fünfte Rechtshilfegesuch aus der Türkei in den vergangenen Monaten. Die ersten vier sind abgelehnt worden, der Entscheid des jüngsten stehe noch aus, heisst es weiter.

Nicht «Kill Erdogan with its own Weapons»-Demonstrant

Die Schweiz könne das Gesuch und damit auch eine Auslieferung ablehnen, wenn die Menschenrechte des Beschuldigten als gefährdet erachtet würden.

Bei dem Mann soll es sich gemäss «NZZ am Sonntag» nicht um jene Person handeln, die im März an einer Demonstration in Bern mit dem Plakat «Kill Erdogan with its own Weapons» für Aufsehen gesorgt hatte.

(roy)

Erstellt: 16.07.2017, 04:39 Uhr

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