Chef der US-Umweltbehörde kann nicht Economy reisen

Der Direktor der US-Umweltbehörde wird kritisiert, weil er Erste Klasse fliegt – in der Economy Klasse aber wird er dauernd beschimpft.

Scott Pruitt, Vorsteher der US-Umweltbehörde, muss sich einiges von seinen Mitpassagieren anhören.

Scott Pruitt, Vorsteher der US-Umweltbehörde, muss sich einiges von seinen Mitpassagieren anhören. Bild: Keystone

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Der Direktor der US-Umweltbehörde, Scott Pruitt, steht wegen teurer Erste-Klasse-Flüge in der Kritik - doch nach Auskunft seiner Behörde kann er nicht Economy reisen, weil er dort regelmässig von anderen Passagieren beschimpft wird. Andere Reisende seien wiederholt auf Pruitt zugegangen und hätten ihm «Vulgaritäten» entgegengeschleudert, sagte der Leiter der EPA-Kriminalabteilung, Henry Barnet, in einem am Donnerstagabend (Ortszeit) veröffentlichten Interview des Online-Magazins «Politico».

In einem Fall sei Pruitt von einem Mitreisenden oder einer Mitreisenden angeschrien worden, dass er «die Umwelt versaut». Der für die Sicherheit des Direktors zuständige Kollege habe deshalb entschieden, dass es besser sei, wenn er nicht in der Nähe anderer Passagiere reise, die «extrem unhöflich» zu ihm seien, berichtete Barnet. Denn dies berge die Gefahr von «heftigen Auseinandersetzungen».

Die «Washington Post» hatte vor einigen Tagen berichtet, dass der EPA-Chef ständig in der Ersten Klasse reise, was den Steuerzahler tausende von zusätzlichen Dollars koste. Pruitt sagte dazu bereits am Dienstag in einem Interview mit dem «New Hampshire Union Leader», dies sei nicht seine Entscheidung, sondern jene der Sicherheitsverantwortlichen. Es habe während seiner Reisen «einige Vorfälle» gegeben. Pruitt verwies in diesem Zusammenhang auf das «vergiftete politische Klima». Pruitt gehört zu den umstrittensten Kabinettsmitgliedern von Präsident Donald Trump. Er betreibt die Abschaffung des Klimaschutzplans von Ex-Präsident Barack Obama und anderer Umweltschutzregulierungen. In seiner früheren Tätigkeit als Generalstaatsanwalt des Bundesstaats Oklahoma setzte sich Pruitt für die Interessen der Ölindustrie ein und verklagte mehrfach die Behörde, die er inzwischen leitet. (afd)

Erstellt: 16.02.2018, 15:33 Uhr

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