Secret Service fasst Mann erst nach 17 Minuten

Nun wurden Details zur Sicherheitspanne beim Weissen Haus bekannt: Einem 26-jährigen Eindringling gelang es, über den Zaun zu klettern und an einem Türgriff zu rütteln.

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Fast 17 Minuten haben US-Sicherheitskräfte vergangene Woche benötigt, um einen auf das Gelände des Weissen Hauses in Washington eingedrungenen Mann zu stellen. Das teilte der Secret Service nach Medienberichten am Freitag mit.

Der 26-jährige Kalifornier habe es nicht geschafft, ins Innere des Weissen Hauses zu gelangen, berichtete die «Washington Post» unter Berufung auf den Dienst, der für den Schutz von US-Präsident Donald Trump zuständig ist. Laut CNN schaffte der Mann es aber, an einem Türgriff zu rütteln.

Schwachstelle Zaun

Der Mann war in der Nacht zum 11. März kurz vor Mitternacht über einen Zaun gestiegen und wurde dann in der Nähe des Eingangs des Regierungs- und Wohnsitzes des Präsidenten festgenommen. Trump befand sich zu der Zeit im Weissen Haus. Der Mann hatte einen Rucksack dabei, in dem sich aber keine Waffen oder sonstige gefährliche Gegenstände befunden haben sollen.

Der Zaun um das Weisse Haus gilt als Schwachstelle bei den Sicherheitsmassnahmen für den US-Präsidenten und soll demnächst verstärkt werden. Im September 2014 war es einem verwirrten Ex-Soldaten gelungen, mit einem Klappmesser bewaffnet ins Weisse Haus einzudringen. Er kletterte über den Sicherheitszaun des Weissen Hauses und wurde erst überwältigt, nachdem er durch eine Tür in den Nordflügel des Gebäudes gelangt war.

Laptop gestohlen

Dem für die Sicherheit von US-Präsident Donald Trump zuständigen Secret Service ist ein Laptop abhanden gekommen. Der Sicherheitsdienst erklärte am Freitag, ein Mitarbeiter sei Opfer «einer kriminellen Handlung» geworden, ein Laptop des Dienstes sei gestohlen worden.

Der Dienst machte keine Angaben zu den Daten, die sich auf dem Computer befinden. Der Sender CNN berichtete, auf dem Laptop seien Pläne vom Trump Tower und auch Angaben zu Evakuierungseinsätzen für den New Yorker Wolkenkratzer zu finden. Trump residierte dort bis zu seiner Vereidigung am 20. Januar, seine Frau Melania und sein Sohn Barron wohnen weiterhin im Trump Tower.

(Video: Youtube/CNN)

Infos zur E-Mail-Affäre

Nach Informationen des Senders ABC befinden sich auf dem Laptop auch Informationen zur E-Mail-Affäre der unterlegenen demokratischen Präsidentschaftskandidatin Hillary Clinton. Während des Wahlkampfes hatte Trump seine Rivalin Clinton wegen der Nutzung privater E-Mail-Server während ihrer Zeit als Aussenministerin scharf angegriffen und eine Gefängnisstrafe gefordert.

Der Secret Service erklärte, die von ihm verwendeten Computer seien gut gesichert. Auch dürften auf ihnen keine vertraulichen Daten gespeichert werden. (chk/sda/AFP)

Erstellt: 18.03.2017, 03:36 Uhr

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