Trump: «Robert de Niro hat einen sehr tiefen IQ»

Der US-Präsident lässt die «Fuck Trump»-Aussage des Hollywood-Stars nicht auf sich sitzen. Auf Twitter holt er zum Gegenschlag aus.

Auf dem Rückflug aus Singapur reagierte Donald Trump auf Twitter auf Robert de Niros Beleidigungen.

Auf dem Rückflug aus Singapur reagierte Donald Trump auf Twitter auf Robert de Niros Beleidigungen. Bild: Jonathan Ernst/Reuters

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Drei Tage nach den wüsten Schimpftiraden des Schauspielers Robert De Niro gegen den amerikanischen Präsidenten schlägt dieser zurück. Auf Twitter macht Trump nun seinem Unmut über die Beleidigungen Luft.

«Robert de Niro habe einen sehr tiefen Intelligenzquotienten», schreibt Trump. Er hat wohl «zu viele Schläge von echten Boxern erhalten». De Niro spielte in mehreren Box-Filmen wie «Raging Bull» («Wie ein wilder Stier») mit.

Er übersehe offenbar den wirtschaftlichen Erfolg der USA, twitterte Trump auf dem Rückweg aus Singapur. «Wach auf, Punchy!» Punch heisst auf Deutsch Faustschlag.

De Niro sagte bei den Theaterpreisen Tony Awards in New York vor laufenden Kameras: «Ich will nur eins sagen: Fuck Trump! Es kann nicht mehr heissen: Weg mit Trump!, es heisst Fuck Trump!»

«Es kann nicht mehr heissen: Weg mit Trump!, es heisst Fuck Trump!» Robert de Niro an den Tony Awards. (Video: Tamedia-Webvideo/Agentur)

Am Fernsehen wurde der Ausschnitt ohne Ton übertragen. Damit Schimpfwörter herausgeschnitten werden können, werden in den USA Live-Sendungen mit einigen Sekunden Zeitverzögerung gezeigt.

Entschuldigung für Verhalten am G7-Gipfel

Der zweifache Oscar-Preisträger macht aus seiner Ablehnung Trumps kein Geheimnis. Trumps Verhalten am G7-Gipfel sei eine Schande, sagte er. Dann entschuldigte er sich in Kanada für Trumps Angriffe auf Premier Justin Trudeau.

De Niro ist nicht der einzige Star, der Trump offen kritisiert. Schauspieler, Musiker und Moderatoren haben Trump bereits offen kritisiert, darunter Alec Baldwin, George Clooney, Lady Gaga, Madonna und Stephen Colbert. Trump hat allerdings auch Unterstützer in der Unterhaltungsbranche, wie etwa Regisseur und Schauspieler Clint Eastwood, Kiss-Musiker Gene Simmons sowie verschiedene Sportler, TV-Prominente und Country-Musiker.

Hollywood ist seit Jahrzehnten stark demokratisch geprägt. Bill und Hillary Clinton sowie Barack Obama sammelten vor deren Wahlkampf hier Spendengelder in Millionenhöhe. Die meisten Schauspieler leben in den demokratisch beherrschten Staaten Kalifornien und New York. (oli)

Erstellt: 13.06.2018, 22:13 Uhr

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