US-Bundesstaat Washington schafft die Todesstrafe ab

Das oberste Gericht des Bundesstaates in Olympia hat Todesurteile als verfassungswidrig eingestuft.

Verfassungswidrig: Gouverneur Jay Inslee (l.) gibt der Öffentlichkeit den Entscheid bekannt. (11. Oktober 2018)

Verfassungswidrig: Gouverneur Jay Inslee (l.) gibt der Öffentlichkeit den Entscheid bekannt. (11. Oktober 2018) Bild: Rachel La Corte (AP)/Keystone

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Die Todesstrafe im nordwestlichsten Zipfel der USA gehört der Vergangenheit an. Die Richter in der Hauptstadt Olympia begründeten die Entscheidung damit, dass die Strafe in willkürlich und in rassistisch diskriminierender Weise verhängt werde. Das geht aus einer Mitteilung des Gerichts hervor, die am Donnerstag veröffentlicht wurde. Todesurteile sollen nun in lebenslängliche Freiheitsstrafen umgewandelt werden.

Der Bundesstaat Washington hat bereits seit mehreren Jahren keine Todesurteile mehr vollstreckt. Die Zahl der Hinrichtungen ging in den USA generell zurück. Mehrere Bundesstaaten schafften die Todesstrafe in den vergangenen Jahren ab oder setzten deren Vollstreckung aus. Nach Angaben des Informationszentrums zur Todesstrafe gibt es diese Höchststrafe inzwischen in 20 der 50 US-Staaten nicht mehr – Washington eingerechnet. (fal/sda)

Erstellt: 11.10.2018, 22:56 Uhr

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