Desaster in Fukushima ist schwerer als bisher angenommen

Kaum mehr Kühlwasser und neue Lecks, aus denen Radioaktivität entweicht: Annahmen der Regierung zur Sicherheit im Katastrophen-Reaktor erweisen sich als völlig falsch.

Zehnfache tödliche Strahlungsdodis: Das havarierte AKW Fukushima. (12. November 2011)

Zehnfache tödliche Strahlungsdodis: Das havarierte AKW Fukushima. (12. November 2011) Bild: Keystone

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Eine neue Untersuchung des havarierten japanischen Atomkraftwerks Fukushima-Daiichi hat noch schwerere Schäden ergeben als bisher angenommen. Die Strahlungswerte in Reaktor 2 seien zehn Mal höher als eine tödliche Dosis.

Kühlwasser sei kaum noch vorhanden, erklärte der Kraftwerksbetreiber Tepco heute Dienstag. Dies habe eine endoskopische Untersuchung ergeben. So stehe das Kühlwasser nur etwa 60 Zentimeter hoch.

Die Regierung war von zehn Metern ausgegangen, als sie das Kraftwerk im Dezember für stabil erklärte. Arbeiter in Fukushima meldeten ausserdem neue Lecks, aus denen verstrahltes Kühlwasser austrat. Teile davon flossen den Angaben zufolge ins Meer. (ami/sda)

Erstellt: 27.03.2012, 22:57 Uhr

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