Trump und Kim in der Hochsicherheits-Zone Singapur

Eliteeinheiten und gesperrter Luftraum: Wie der USA-Nordkorea-Gipfel abgesichert wird.

Letzte Vorbereitungen vor dem US-nordkoreanischem Gipfel in Singapur. Video: Tamedia/AFP

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Singapur ist bekannt für seine strikten Sicherheitsvorkehrungen. Auch deshalb dürften sich US-Präsident Donald Trump und Nordkoreas Machthaber den südostasiatischen Stadtstaat für ihr Gipfeltreffen am Dienstag ausgesucht haben. Und Singapur ist offenbar entschlossen, seinem Ruf gerecht zu werden.

Grossaufgebot der Sicherheitskräfte

Während des Gipfels ist in der Stadt ein massives Polizeiaufgebot im Einsatz, darunter auch Eliteeinheiten nepalesischer Gurkhas. Die Sicherheitskräfte werden zentrale Orte Singapurs faktisch abriegeln und Strassen sperren.

Hoffnung auf positive Ergebnisse bei Singapur-Gipfel. Video: Reuters

Insgesamt wird damit gerechnet, dass so viele Sicherheitskräfte im Einsatz sein werden, wie seit der Konferenz des Internationalen Währungsfonds (IWF) und der Weltbank im Jahr 2006 nicht mehr. Damals wurden rund 23'000 Polizisten mobilisiert.

Darüber hinaus sollen Barrikaden und automatische Metallbarrieren, die auf Knopfdruck hochgefahren werden können, auf mehreren Strassen aufgebaut werden. Die Einschränkungen könnten den Alltag der Bevölkerung gehörig durcheinanderbringen.

Allerdings schärft die Regierung den rund 5,6 Millionen Einwohnern der Stadt regelmässig die angebliche Notwendigkeit strikter Sicherheitsvorkehrungen ein. Die wohlhabende Handelsmetropole sei ein Hauptziel von «Terroristen», argumentieren die Behörden.

Sicherheitszone um den Tagungsort

Die Behörden wollen störende Proteste verhindern. Deshalb verhängten sie ein vollständiges Verbot von Leuchtgeschossen, Plakaten und Lautsprechern um die zentralen Orte des Gipfels. Dieser findet in dem Luxushotel «Capella» auf der zu Singapur gehörenden Freizeitinsel Sentosa statt. Betroffen von dem Verbot ist ausserdem das Diplomatenviertel des Stadtstaats.

Kim trifft in Singapur ein. Video: Reuters/Tamedia

Restriktionen für Proteste sind in Singapur allerdings nichts Ungewöhnliches: Für Demonstrationen wird im Vorfeld eine Genehmigung der Polizei benötigt. Allgemein sind Proteste selten.

Trump zu Singapur-Gipfel eingetroffen. Video: Reuters/Tamedia

Die Gegend um das «Capella»-Hotel erklärten die Behörden zur Sicherheitszone. Der Polizei ist die Durchsuchung von allen Menschen erlaubt, die in diesen Tagen in diese Zone hinein wollen. Das Hotelpersonal wies Menschen ab, die in der Gegend keinem Geschäft nachgingen, wie ein AFP-Fotograf berichtete.

Scharfe Kontrollen am Flughafen

Die Behörden wollen nicht nur Strassen und Plätze sperren, sondern auch den Luftraum. Trump und Kim sollen ohne Probleme an- und abreisen können. Negative Folgen könnten sich dagegen für Flugreisende ergeben: Ihnen drohen Verspätungen am riesigen Changi-Flughafen.

Überhaupt sind die Nerven beim Sicherheitsapparat derzeit angespannt. Einem Australier, der in der Vergangenheit wegen «Terror» verdächtigt worden war, wurde während dieser Woche nach eigenen Angaben die Einreise nach Singapur verwehrt.

Kims Doppelgänger verblüfft Touristen in Singapur. Video: Reuters

Ein Doppelgänger des nordkoreanischen Machthabers wurde nach seiner Einreise am Freitag zwei Stunden lang von der Einwanderungsbehörde verhört. Die Beamten gaben ihm zu verstehen, dass er sich während des Gipfels von dem Tagungsort besser fernhalten solle. (sep/AFP)

Erstellt: 11.06.2018, 08:40 Uhr

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