«Mehr Unsicherheit, mehr Bitterkeit und mehr Groll»

Das sind die Reaktionen auf das Nein des britischen Parlaments zum Brexit-Deal.

«Das Unterhaus hat gesprochen und die Regierung wird zuhören»: Die Abstimmung wird auch auf Grossbildschirme vor dem Parlament übertragen. (15. Januar 2018)

«Das Unterhaus hat gesprochen und die Regierung wird zuhören»: Die Abstimmung wird auch auf Grossbildschirme vor dem Parlament übertragen. (15. Januar 2018) Bild: Neil Hall/Keystone

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Grossbritanniens Premierministerin Theresa May hat mit dem Nein des Parlaments zum Brexit-Deal eine krachende Niederlage erlitten. Die EU erwartet von ihr jetzt einen schnellen Plan B. Ausgewählte Zitate zur Abstimmung am Dienstagabend:

«Das Unterhaus hat gesprochen und die Regierung wird zuhören.» «Jeder Tag, der vergeht, ohne dass dieses Problem gelöst wird, bedeutet mehr Unsicherheit, mehr Bitterkeit und mehr Groll.» (Premierministerin Theresa May am Dienstag im britischen Parlament nach der Ablehnung des Brexit-Abkommens, das sie mit Brüssel ausgehandelt hatte.)

«Die Zeit ist fast abgelaufen.» (EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker nach der Abstimmung.)

«Wenn ein Deal unmöglich ist und niemand einen No-Deal will, wer wird den Mut haben zu sagen, wie die einzige positive Lösung aussieht?» (EU-Ratspräsident Donald Tusk auf Twitter)

«Es wird jedenfalls keine Nachverhandlungen zum Austrittsabkommen geben.» (Österreichs Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) auf Twitter)

«Wir müssen jetzt auch einen kühlen Kopf bewahren, auch wenn das Herz da wirklich schwer ist heute.» (CDU-Chefin Kramp-Karrenbauer am Dienstagabend beim Neujahrsempfang des Parlamentskreises Mittelstand in Berlin)

«Die Zeit der politischen Spielchen ist vorbei» (Die Vorsitzende der Grünen-Fraktion im Europäischen Parlament, Ska Keller am Dienstag)

«Nach Mays krachender Niederlage sollte es Neuwahlen geben.» (Deutsche Linksfraktionschefin Sahra Wagenknecht auf Twitter)

«Dieses Abkommen ist tot.» (Der frühere britische Aussenminister Boris Johnson über das Abkommen zum EU-Austritt. Der exzentrische Politiker hatte aus Protest gegen Mays Brexit-Kurs sein Amt im vergangenen Sommer aufgegeben.) (chk/sda)

Erstellt: 16.01.2019, 04:59 Uhr

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