Rechtsextreme umstellen Parlament in Kiew

Hunderte Demonstranten sind in der ukrainischen Hauptstadt aufmarschiert. Sie fordern den Rücktritt des Innenministers.

Haben mit der Erstürmung gedroht: Anhänger des Rechten Sektors stehen vor dem Parlament in Kiew. (27. März 2014)

Haben mit der Erstürmung gedroht: Anhänger des Rechten Sektors stehen vor dem Parlament in Kiew. (27. März 2014)

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Nach der Tötung eines nationalistischen Paramilitärs in der Ukraine haben rund 1000 rechtsextreme Demonstranten die Entmachtung von Innenminister Arsen Awakow verlangt. Vor dem Sitz des Parlaments in Kiew forderten sie die Abgeordneten am Donnerstagabend auf, die Demission des Ministers zu erzwingen. Nachdem einige der Anhänger des Prawy Sektor (Rechter Sektor) zunächst Scheiben eingeworfen und mit der Stürmung des Gebäudes gedroht hatten, zog sich die Menge wieder zurück und vertagte ihren Protest auf den Morgen.

Bei Schusswechsel mit Elite-Polizisten getötet

Am Montag war ein Regionalchef der rechtsextremen Bewegung bei einem Schusswechsel mit Elite-Polizisten getötet worden, die ihn im westlich gelegenen Riwne festnehmen wollten. Nach offizieller Darstellung hatte Olexander Musitschko, der wegen der Mitgliedschaft in einer kriminellen Vereinigung zur Fahndung ausgeschrieben war, zuerst das Feuer auf die Sicherheitskräfte eröffnet. Die tödliche Kugel stammte demnach aus seiner eigenen Waffe.

Die paramilitärische Organisation Prawy Sektor, die während des Aufstands gegen Ex-Präsident Viktor Janukowitsch auf den Barrikaden in Kiew präsent war, hatte sich am vergangenen Wochenende mit anderen nationalistischen Bewegungen zu einer politischen Partei zusammengeschlossen. Ihr Anführer Dmytro Jarosch will als Kandidat bei den Präsidentschaftswahlen im Mai antreten. (ldc/AFP)

Erstellt: 27.03.2014, 22:40 Uhr

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