Wer tötete Susanna?

Viele sehen im Mordfall Susanna Kanzlerin Angela Merkel als Mitschuldige, weil sie mit der Aufhebung der Grenzen ein sicherheitspolitisches Chaos geschaffen hat.

Der Mord an der 14-jährigen Susanna wühlt Deutschland auf.

Der Mord an der 14-jährigen Susanna wühlt Deutschland auf. Bild: Keystone

Feedback

Tragen Sie mit Hinweisen zu diesem Artikel bei oder melden Sie uns Fehler.

In der Nacht auf den 23. Mai wurde die 14-jährige Susanna Feldmann, ein jüdisches Mädchen aus Wiesbaden, vergewaltigt, erdrosselt und dann in einem Erdloch verscharrt. Der Mörder, ein 20-jähriger Flüchtling aus dem Nordirak, wurde drei Wochen später in seiner alten Heimat verhaftet. Er und seine achtköpfige, von Sozialleistungen lebende Familie waren kurz nach der Tat in den Irak zurückgeflogen, unter falschen Namen, obwohl sie dort angeblich bedroht waren. Der Fall wühlt Deutschland auf, und viele sehen noch weitere Schuldige in diesem Verbrechen: allen voran Angela Merkel, die im Herbst 2015 mit der Aufhebung der Grenzen ein sicherheitspolitisches Chaos geschaffen hat. Bashars Geschichte ist emblematisch für das ganze Schlamassel.

Seine Familie war der Einladung Merkels gefolgt und in eine deutsche Flüchtlingsunterkunft gezogen. Dass in Zakho, ihrem Heimatort im kurdischen Nordirak, kein Krieg herrscht, interessierte die willkommensseligen deutschen Behörden nicht. Ali wird ein Jahr darauf wegen einer Prügelei erstmals festgenommen, und man stellt fest, dass er noch gar keinen Asylantrag gestellt hat. Er holt dies nach und behauptet, er sei von der «PKK verfolgt» worden. Drei Monate später wird sein Antrag abgewiesen, er klagt gegen den Entscheid und darf vorläufig bleiben.

Polizei unternimmt nichts

In der Folge fällt er auf durch Gewalt und schweren Raub, er attackiert und bespuckt eine Polizistin, seine Markenkleidung soll er durch Drogenhandel finanzieren. Am 17. Mai meldet ein 11-jähriges Mädchen der Polizei, es sei von einem «Ali» aus jener Flüchtlingsunterkunft, wo die Bashars leben, vergewaltigt worden. Weil dort vier Alis wohnen, legt die Polizei den Fall zu den Akten. Und als Susanna eine Woche später von ihrer Mutter als vermisst gemeldet wird, unternimmt sie erneut nichts.

Erst als ein 13-jähriger Junge aus dem Flüchtlingsheim das Polizeirevier aufsucht und erzählt, dass Ali Bashar ein Mädchen ermordet habe, und er auch wisse, wo die Leiche liege, werden die offensichtlich unmotivierten Beamten aktiv. Für Susanna ist es längst zu spät. Und was sagt die Kanzlerin? Der Fall, meint Merkel, sei eine «Aufforderung an alle, Integration ernst zu nehmen». So klingen Politiker, die den Bezug zur Realität verloren haben. (Basler Zeitung)

Erstellt: 12.06.2018, 09:55 Uhr

Artikel zum Thema

Mordfall Susanna: Ali B. gesteht – Merkel will rasche Abschiebung

Nach dem Mord an der 14-Jährigen hat die deutsche Kanzlerin schnellere Abschiebungen abgelehnter Asylbewerber gefordert. Mehr...

Mordfall Susanna F. entsetzt Deutschland

Ein deutsches Mädchen wurde vergewaltigt und getötet. Tatverdächtiger ist ein junger irakischer Flüchtling, der ins Ausland fliehen konnte. Der Fall wird zum Politikum. Mehr...

Kommentare

Blogs

Von Kopf bis Fuss «Ciao, Bella»
Geldblog Warum Immobilien im Ausland riskanter sind

Service

Agenda

Alle Events im Überblick.

Die Welt in Bildern

Höhenflug: Im Vorfeld der Viehauktion in der schottischen Stadt Lairg springt ein Schaf über andere Schafe der Herde. Die Auktion in Lairg ist eine der grössten europaweit mit bis zu 15'000 Schafen. (14.August)
(Bild: Jeff J Mitchell/Getty Images) Mehr...