Erdogan soll in Komplott um Banker eingeweiht gewesen sein

Ein türkischer Banker soll geholfen haben, Iran-Sanktionen zu umgehen. Er wurde dafür von einem US-Gericht verurteilt. Auch Ankara soll dem Komplott zugestimmt haben.

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Ein US-Gericht hat in einem politisch brisanten Fall einen türkischen Banker wegen Beihilfe zur Umgehung der Iran-Sanktionen zu 32 Monaten Haft verurteilt. Bundesbezirksrichter Richard Berman blieb damit am Mittwoch in Manhattan deutlich unter der Forderung der Staatsanwaltschaft.

Diese hatte für den Manager der staatseigenen türkischen Halkbank, etwa 20 Jahre gefordert hatte. Ein Anwalt des Angeklagten nannte die Entscheidung fair, kündigte jedoch Berufung an.

Der Schuldspruch durch eine Jury war bereits Anfang des Jahres erfolgt. Die türkische Regierung hatte bereits die Festnahme des heute 47-jährigen türkischen Staatsbürgers scharf kritisiert.

Die Staatsanwaltschaft wirft dem Banker vor, zusammen mit dem Goldhändler Reza Zarrab dem Iran dabei geholfen zu haben, die US-Sanktionen zu umgehen. Während des Prozesses hatte Zarrab ausgesagt, dass türkische Regierungsvertreter bestochen worden seien und dass der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan dem Komplott zugestimmt habe. Die türkische Regierung hatte nach der Verurteilung von «sogenannten Beweisen» gesprochen, die gefälscht und politisch beeinflusst worden seien. (nag/sda)

Erstellt: 17.05.2018, 09:35 Uhr

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