Kreml-Kritiker will Präsident werden

Alexej Nawalny hat den Startschuss für seinen Wahlkampf um das russische Präsidentenamt gegeben. Die Justiz könnte seine Kandidatur verhindern.

Anführer der Massenproteste gegen Putin: Alexej Nawalny, hier vor einem Radio-Interview in Moskau. (29. Juli 2015)

Anführer der Massenproteste gegen Putin: Alexej Nawalny, hier vor einem Radio-Interview in Moskau. (29. Juli 2015) Bild: Keystone

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Der russische Oppositionsführer Alexej Nawalny hat ungeachtet eines laufenden Strafprozesses gegen sich seine Kandidatur für die Präsidentenwahl 2018 erklärt. Bis dahin werde der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte alle gegen ihn laufenden Verfahren in Russland als politisch motiviert niedergeschlagen haben, sagte Nawalny am Dienstag in Moskau.

Er habe «das volle juristische und moralische Recht», sich als russischer Präsident zu bewerben, teilte er mit. Nawalny ist einer der Anführer der Massenproteste gegen Präsident Wladimir Putin vor fünf Jahren.

Putin tritt an

Er muss sich erneut wegen angeblichen Diebstahls verantworten. Bei einer Verurteilung darf er laut Gesetz nicht kandidieren. Putin wird sich 2018 aller Voraussicht nach um eine weitere Amtszeit bewerben.

Nawalny war 2013 zu fünf Jahren Lagerhaft verurteilt worden, weil er einer staatlichen Firma in der Stadt Kirow angeblich Bauholz im Wert von umgerechnet 470'000 Euro gestohlen hatte. Vergangenes Jahr urteilte der Gerichtshof für Menschenrechte, der Prozess sei unfair gewesen. Daraufhin ordnete das Oberste Gericht Russlands eine Neuaufnahme des Prozesses in Kirow an. (woz/sda)

Erstellt: 13.12.2016, 16:30 Uhr

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