May erschwert Zuwanderung

«Immigration Skills Charge» soll verdoppelt werden.

Theresa May bittet Unternehmen zur Kasse.

Theresa May bittet Unternehmen zur Kasse. Bild: Keystone

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Premierministerin Theresa May will Medienberichten zufolge die Zuwanderung von Nicht-EU-Ausländern nach Grossbritannien finanziell unattraktiver machen. Unternehmen werden demnach künftig für die Beschäftigung von entsprechenden Fachkräften verstärkt zur Kasse gebeten. Die Nicht-EU-Ausländer müssen ausserdem mehr für Leistungen des staatlichen Gesundheitsdienstes NHS (National Health Service) zahlen. Das geht nach Angaben britischer Medien aus dem Wahlprogramm der Konservativen hervor.

«Eine zu schnelle und zu hohe Einwanderung erschwert den Aufbau einer Gesellschaft, die zusammenhält», zitiert der Sender BBC die Premier­ministerin. Britische Arbeitgeber, die Fachkräfte aus dem Nicht-EU-Ausland einstellen, müssen dem Bericht zufolge künftig eine doppelt so hohe Abgabe pro Person bezahlen als bisher.

Umverteilung hin zu Briten

Erst seit April wird in Grossbritannien die «Immigration Skills Charge» erhoben. Die Abgabe gilt nur für die Einwanderung von Fachkräften aus Nicht-EU-Staaten und beträgt pro Jahr 1000 Pfund. Dieser Betrag soll sich verdoppeln. Die Einnahmen sollen zur Qualifizierung britischer Arbeitskräfte genutzt werden.

Die Briten wählen am 8. Juni vorzeitig ein neues Parlament. May will sich so mehr Rückendeckung für die ­Brexit-Verhandlungen mit Brüssel ­verschaffen. SDA (pre/sda)

Erstellt: 19.05.2017, 12:02 Uhr

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