Islamisten steinigen zwei Frauen

Innert 24 Stunden richteten die Jihadisten von IS in Syrien zwei Frauen wegen Ehebruchs hin. Die Anwohner reagierten entsetzt, wagten es aber nicht einzugreifen.

Die Islamisten kontrollieren weite Teile Syriens und des Irak: Die IS hält in Rakka eine Parade ab.

Die Islamisten kontrollieren weite Teile Syriens und des Irak: Die IS hält in Rakka eine Parade ab. Bild: Keystone

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Im Norden Syriens haben militante Jihadisten eine Frau zu Tode gesteinigt. Die Frau sei am Freitagabend unter dem Vorwurf des Ehebruchs von Kämpfern der Jihadistengruppe Islamischer Staat (IS) auf einem Platz der von ihnen kontrollierten Stadt Rakka getötet worden.

Das berichtete die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte am Samstag unter Berufung auf Augenzeugen. Da die Einwohner sich geweigert hätten, die Steinigung zu vollziehen, hätten die IS-Kämpfer dies selbst getan.

Nach Angaben der Beobachtungsstelle hatten IS-Kämpfer bereits am Donnerstagabend eine 26-jährige Witwe auf einem Platz der Stadt Tabka bei Rakka gesteinigt. Zuvor hatte sie ein religiöses Gericht der Jihadisten wegen Ehebruchs verurteilt.

Wegen falscher Anschuldigung gekreuzigt

Die Beobachtungsstelle zitierte einen Aktivisten, wonach die Bewohner «entsetzt» über die grausamen Methoden gewesen seien, aber nicht dagegen einzuschreiten gewagt hätten. Demnach war es die erste Steinigung der Jihadistengruppe, die Rakka sowie weite Gebiete im Osten Syriens kontrolliert.

Der Leiter der in Grossbritannien ansässigen Beobachtungsstelle, Rami Abdel Rahman, verurteilte die Steinigungen und kritisierte, die Urteile hätten nichts mit dem islamischen Gesetz der Scharia zu tun. Er erinnerte zudem daran, dass sich die Urteile der Gruppe immer wieder als falsch erweisen würden.

So sei vor etwa zwei Monaten ein Jugendlicher gekreuzigt worden, weil eine Frau, der er Geld schuldete, ihm fälschlicherweise Vergewaltigung vorwarf. Vor vier Monaten habe IS in Rakka zudem einen Mann wegen Mordes gekreuzigt, doch habe später der wahre Täter die Tat gestanden. (ldc/sda)

Erstellt: 19.07.2014, 14:13 Uhr

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