Schiff von Gaza-Aktivisten gestoppt

Die israelischen Streitkräfte haben wie angekündigt ein Boot mit jüdischen Aktivisten gestoppt, die Hilfe in den abgeriegelten Gazastreifen bringen wollten. Die Besatzung der «Irene» habe keinen Widerstand geleistet.

Die jüdischen Aktivisten wollen zeigen, dass nicht alle Juden die israelische Politik gegenüber den Palästinensern unterstütze: Schiff der Aktivisten unterwegs nach Gaza.

Die jüdischen Aktivisten wollen zeigen, dass nicht alle Juden die israelische Politik gegenüber den Palästinensern unterstütze: Schiff der Aktivisten unterwegs nach Gaza. Bild: Keystone

Feedback

Tragen Sie mit Hinweisen zu diesem Artikel bei oder melden Sie uns Fehler.

Das Boot wurde von der Marine angehalten und soll nun zu einem israelischen Hafen geschleppt werden. Im Mai hatten israelische Kommandoeinheiten eine türkische Flotille auf dem Weg zum Gazastreifen mit Waffengewalt gestoppt und neun propalästinensische Aktivisten getötet. Der blutige Einsatz führte zu scharfen internationalen Protesten und richtete die internationale Aufmerksamkeit erneut auf die schon seit drei Jahren bestehende Blockade des Autonomiegebiets, die von Israel danach geringfügig gelockert wurde.

Die jüdischen Aktivisten aus Deutschland, Israel, Grossbritannien und den USA waren am Sonntag von Nordzypern aus in See gestochen. Ihre Aktion solle zeigen, dass nicht alle Juden die israelische Politik gegenüber den Palästinensern unterstützten, erklärten sie. Die Gruppe wollte Spielzeug, medizinische Güter, Motoren für Fischerboote und Bücher in den Gazastreifen bringen. Ein Sprecher des israelischen Aussenministeriums hatte die Aktion als «provokativen Witz» kritisiert. (ske/dapd)

Erstellt: 28.09.2010, 10:27 Uhr

Artikel zum Thema

Wieder ein Solidaritätsschiff nach Gaza

Erneut ist ein Schiff unterwegs zum Gazastreifen. An Bord sind laut Medienberichten neun jüdische Aktivisten, die Israels Seeblockade durchbrechen wollen. Mehr...

Sturm auf Gaza-Flotte war «illegal»

Die Uno-Untersuchungskommission bezeichnet den israelischen Angriff auf die Gaza-Hilfsflotte in ihrem Bericht als schweren Verstoss gegen die Menschenrechte. Der Einsatz zeuge von «unnötiger Gewalt». Mehr...

Israel akzeptiert Uno-Untersuchung

Nach wochenlangem Widerstand hat Israel nun doch einer Untersuchung des tödlichen Angriffs auf die sogenannte Gaza-Hilfsflotte durch die Vereinten Nationen zugestimmt. Mehr...

Paid Post

«Erotik und nichts anderes»

Aus Umfragen ergibt sich einstimmig: Immer mehr Frauen wollen eine spontane, erotische Erfahrung mit einem Fremden erleben.

Blogs

History Reloaded Verschwörung in Virginia

Welttheater Splitter

Service

Agenda

Alle Events im Überblick.

Die Welt in Bildern

#covfefe? Angela Merkel bedient das fedidwgugl-Haus in Berlin - und wir schütteln den Kopf ab dem sonderbaren Wahlslogan #fedidwgugl: Für ein Deutschland, in dem wir gut und gerne leben (18. August 2017).
(Bild: Michael Kappeler) Mehr...