Unesco nimmt umstrittene Resolution zu Ost-Jerusalem an

Die israelische Regierung wirft der Unesco vor, den «islamistischen Terrorismus» zu unterstützen. Grund ist eine von der Organisation verabschiedete Resolution zu Ost-Jerusalem.

Sie prägt den Charakter von Ost-Jerusalem: Die Felsendom-Moschee in der Altstadt. (17. Juni 2016)

Sie prägt den Charakter von Ost-Jerusalem: Die Felsendom-Moschee in der Altstadt. (17. Juni 2016)

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Die Unesco hat eine umstrittene Resolution zu Ost-Jerusalem verabschiedet. Der Exekutivrat habe den Text am Dienstag unverändert angenommen, sagte ein Sprecher am Sitz der Uno-Kulturorganisation in Paris.

Israel hat seine Zusammenarbeit mit der Unesco wegen dieser und einer anderen geplanten Resolution bereits ausgesetzt. Die Regierung in Jerusalem wirft der Organisation vor, den «islamistischen Terrorismus» zu unterstützen.

Der Text wurde unter Federführung von sieben arabischen Staaten verfasst, darunter Ägypten, Algerien, der Libanon und Katar. Ziel ist es, «das palästinensische Kulturerbe und den unverkennbaren Charakter von Ost-Jerusalem zu bewahren». Dazu gehört auch die Altstadt von Jerusalem, in der sich mit der Al-Aksa-Moschee und dem Felsendom zwei der heiligsten Stätten des Islam befinden.

Klagemauer in Anführungszeichen

Israels Bildungsminister Naftali Bennett hatte der Unesco am Freitag vorgeworfen, die «tausendjährigen jüdischen Verbindungen zu Jerusalem» zu ignorieren. Besonders empört ist die Regierung darüber, dass der Tempelberg in der Resolution nie mit seinem jüdischen Namen bezeichnet wird und die Klagemauer nur mit Anführungszeichen aufgeführt wird.

Der stellvertretende palästinensische Botschafter bei der Unesco, Munir Anastas, sagte: «Die Resolution erinnert Israel daran, dass es die Besatzungsmacht in Ost-Jerusalem ist.» Er rief die israelische Regierung auf, den «Missbrauch» islamischer Kultstätten zu stoppen, etwa durch archäologische Grabungen. (ij/sda)

Erstellt: 18.10.2016, 16:02 Uhr

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